Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft ist sicher: Deutschland wird vom Terror „nicht verschont bleiben“

Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft Wendt sieht nach den Terroranschlägen in verschiedenen Städten Europas auch Deutschland im Visier der Terroristen. Er warnt schon jetzt: "Deutsche Städte werden nicht verschont bleiben".

Wegen der Terroranschläge in Brüssel fordert der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, eine neue europäische Sicherheitsarchitektur und bessere Sicherheitsvorkehrungen in Deutschland. Wendt bezeichnete den Bombenterror als Alarmsignal für ganz Europa. Er geht davon aus, dass deutsche Städte "auf Dauer nicht verschont bleiben" werden, berichtet "Focus-Online". 

Nach den Anschlägen in London, Madrid, Paris und gestern in Brüssel, bei dem mehr als 30 Menschen getötet und 260 weitere verletzt wurde, müsse sich Deutschland jetzt auf das Schlimmste gefasst machen. "Wir müssen mit einer langen Terrorperiode rechnen", so der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft. Die Terror-Miliz "Islamischer Staat" bekannte sich zu den Anschlägen in Brüssel.

Wendt fordert nun ein schnelleres Handeln bei der Verbesserung der Sicherheitsvorkehrungen, schreibt "Focus" weiter. In Deutschland werden nun Anti-Terror-Einheiten ausgebildet und der Bundespolizei zur Seite gestellt. Die Polizei müsse auch besser ausgerüstet werden, beispielsweise mit neuen Schusswesten und schusssicheren Helmen.

Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft fordert auch, dass die EU-Partner und ihre Sicherheitsbehörden nun noch enger zusammenarbeiten müssten. (so)