Cottbus: Bestialischer Ehrenmord – Richter gibt Milde-Urteil wegen „muslimischem Glauben“ – Täter berief sich auf Koran

Aus Eifersucht brachte er seine Frau auf bestialische Weise um. Trotzdem wurde Rashid D. nur wegen Totschlags verurteilt. Ein Skandal-Urteil erschüttert Deutschland.

19 Mal hatte Rahid D. (32) nach einem Streit auf seine junge Frau (25) eingestochen, bevor er sie aus dem Fenster im 1. Obergeschoss warf. Dann rannte der Tschetschene noch die Treppe herunter und schnitt der schwer verletzten Mutter seiner fünf Kinder, die hilflos vor der Eingangstür lag, die Kehle durch. Wir berichteten über die grausame Bluttat vom November 2015 in Senftenberg.

Das Urteil des Landgerichts in Cottbus fiel am Freitag: Es lautet auf Totschlag, nicht auf Mord, da das Gericht keinen niedrigen Beweggrund und damit auch kein Mordmerkmal sah. Doch die Grausamkeit der Tat selbst zählt laut § 211 Strafgesetzbuch ebenfalls als Mordmerkmal. Medien sprechen vom Skandal-Urteil von Cottbus.

Zwar machte der Bundesgerichtshof im Jahr 2006 klar: „Der Maßstab für die Bewertung eines Beweggrundes ist grundsätzlich den Wertvorstellungen der Rechtsgemeinschaft der Bundesrepublik Deutschland zu entnehmen.“ Dennoch entschied der Richter anders.

Milde wegen „muslimischem Glauben“

Zwar sei Eifersucht nach hiesigen Wertvorstellungen ein niedriger Beweggrund, jedoch bezweifele er, ob der Angeklagte dies erkannt habe, so der Vorsitzende Richter Frank Schollbach (51). Denn er sei „seinem muslimischen Glauben verhaftet gewesen, den er auch sein Leben lang gelebt“ habe.

Abgesehen davon, dass der Richter die Grausamkeit der Tat als Mordmerkmal zu ignorieren schien, bestätigte er mit der Abmilderung des Urteils das Werteverständnis des Täters.

Brisante Signalwirkung

Wie die Lausitzer Rundschau berichtete, hatte der Angeklagte zu einer Polizistin noch am Tatort gesagt, ein Mann habe das Recht seine Frau zu töten, wenn sie fremdgehe. So sei es im tschetschenischen Recht und so stünde es auch im Koran – eine Begründung die mit unseren westlichen Gesetzen und Wertevorstellungen nicht zusammenpasst.

Doch welche Signalwirkung gibt Richter Schollbach mit seinem Skandal-Urteil an eine ohnehin durch sogenannte Ehrenmord-Verbrechen belastete muslimische Gemeinschaft? Reicht allein schon eine bestimmte Religionszugehörigkeit aus, um eine derart abartige Mordtat als Totschlag durchgehen zu lassen?

Gespenstisch: Haftverkürzung in Aussicht

Rashid D. wurde nun zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt. Bei Mord hätte er 15 Jahre oder mehr voll absitzen müssen. Es besteht für ihn die Möglichkeit, nach zwei Dritteln der Zeit (acht Jahre und acht Monate) Entlassung auf Bewährung zu beantragen.

Unterdessen hat Rashid D. mehrfach versucht, sich das Leben zu nehmen. Wie ebenfalls bekannt wurde, leben seine Kinder inzwischen bei Verwandten. Eigentlich hätte er einen Monat vor der Tat nach Tschetschenien abgeschoben werden sollen. Doch dies scheiterte, weil ihn die Polizei damals nicht antraf.

Der Fall sorgte nicht nur wegen des grausamen Mordes für Aufmerksamkeit sondern auch deshalb, weil die öffentlich-rechtliche Presse offenbar versuchte, den tatsächlichen Sachverhalt zu verschleiern.

Zunächst hatte der ‚RBB‘ ohne konkrete Einzelheiten zu nennen, von einem Fenstersturz in einem Mehrfamilienhaus in Senftenberg berichtet.“

(B.Z.)

Siehe auch:

Senftenberg: Rasender Tschetschene wirft Ehefrau aus dem Fenster und schneidet ihr anschließend die Kehle durch

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