CSU-Chauffeur wegen AfD-Mitgliedschaft strafversetzt: Jetzt muss er Asylfragen bearbeiten

Wegen seiner Mitgliedschaft in der AfD wurde ein Chauffeur der CSU strafversetzt. Martin Wieser wird nun Sachbearbeiter in der Abteilung Asylrecht des Landratsamts Mühldorf.

Der ehemalige Fahrer des Mühldorfer Landrats Georg Huber wurde strafversetzt, weil er sich in der AfD engagiert. Im März hatte der CSU-Landrat den Chauffeur Martin Wieser zuerst in den Bauhof versetzt.

Damals sagte Wieser zum „Bayrische Rundfunk“: Es sei für ihn schockierend, dass sein politisches Engagement ihn seinen Job koste. Die AfD sei keine verbotene Organisation, sondern eine demokratische Partei.

Er schaltete darauf hin seinen Anwalt ein und forderte eine mit seiner letzten Beschäftigung vergleichbare Stelle im Landratsamt.

Vom Fuhrpark ins Asylwesen

Martin Wieser wird nun Sachbearbeiter in der Abteilung Asylrecht des Landratsamts Mühldorf. Darauf verständigte man sich am Mittwoch vor dem Arbeitsgericht, berichtet der BR.

Wieser ist künftig Sachbearbeiter mit 30 Prozent Registratur und 70 Prozent Sachbearbeitung, heißt es. Nach Auskunft seines Anwalts soll der Ex-Chauffeur im Bereich Asyl eingesetzt werden. Von Seiten des Gerichts gab es dazu keine Bestätigung. Laut BR will sich das Landratsamt nicht zu der Personalie Wieser äußern. Auf Nachfrage des Senders, ob ein AfD-Politiker in der Asylabteilung besser aufgehoben sei als auf dem Chauffeursposten, gab es demnach keine Antwort.

Seit November ist Martin Wieser Beisitzer im AfD-Kreisverband Mühldorf. Zuvor chauffierte er den CSU-Landrat Huber 15 Jahre lang und hatte den Fuhrpark der Kreisbehörde geleitet. Nach bekanntwerden seiner AfD-Mitgliedschaft versetzte Huber ihn in den Bauhof. (so)

Schlagworte

, ,