Des Bürgermeisters Hilfeschrei oder Mannheim, wenn die Stimmung kippt

O du Ausgeburt der Hölle! Soll das ganze Haus ersaufen? Seh ich über jede Schwelle doch schon Wasserströme laufen. Ein verruchter Besen, der nicht hören will! Stock, der du gewesen, steh doch wieder still! (Goethe, Zauberlehrling)

Eine Gruppe von 15 jungen Nordafrikanern terrorisiert die Neckarmetropole und nichts hilft:

Kaum verhaftet laufen sie schon wieder draußen herum. Konsequenzen müssen sie kaum fürchten und Verfahren werden wegen nicht gesicherter Strafmündigkeit regelmäßig eingestellt.

Doch das scheint nicht das schlimmste Problem für Mannheims Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD) zu sein, wie sein Brandbrief vom 23. Oktober an Innenminister Strobl (CDU) bezeugt.

Viel schlimmer ist: Die Stimmung kippt!

Die Haltung der Mannheimer Bevölkerung ist inzwischen umgeschlagen. Die Bürgerschaft ist in hohem Maße sensibilisiert und nimmt das Problem als Staatsversagen wahr. Die Stimmungslage entwickelt sich selbst in bisher stabilen Stadtteilen in eine bedrohliche Richtung.“

(Peter Kurz, OB Mannheim)

Grüne Ratlosigkeit?

Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ schreibt, sei der Großteil der 225 Mannheimer UMAs „unauffällig und lernwillig“. Doch würde diese Gruppe von 15 Jugendlichen durch „ihre extrem hohe kriminelle Energie“ den städtischen Frieden stören, die ganze Stadt peinigen und die Akzeptanz einer humanitären Flüchtlingsaufnahme zunichtemachen.

Die Polizei musste wegen dieser unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge bereits Anfang 2016 eine eigene Task-Force gründen.

Auch die Stadtregierung versuchte, ihre Möglichkeiten gegen die jungen Kriminellen auszuschöpfen, wandte sich Hilfe suchend an das grüne Sozialministerium in Stuttgart und Manfred Lucha, informierte den Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS) und sprach die dringend zu lösenden Probleme auf einer Tagung der städtischen Jugendamtsleiter Anfang Oktober an. Wie die „FAZ“ aus der Stadtverwaltung berichtet, sei bislang jedoch wenig passiert.

Jugend-Pädagogik trifft auf Lebensrealität

Offenbar wollen die jungen Nordafrikaner gar nicht, dass ihnen „geholfen“ wird, weil sie wohl ganz zufrieden mit ihrem Leben und ihren kriminellen Einkünften sind, noch dazu, wenn sie im Prinzip Straffreiheit genießen.

Durch die konsequente Ablehnung jeglicher Mitwirkung haben weder das Jugendamt noch die Jugendsozialarbeit, noch die Polizei irgendeine Möglichkeit, Maßnahmen gegen die jungen Straftäter beziehungsweise Maßnahmen für diese Personen zu ihrem eigenen Schutz durchzusetzen.“

(Peter Kurz, OB Mannheim)

Anscheinend fruchtet auch die pädagogische Logik nicht bei den vor allem auf Handtaschen und Fahrradkörbe anderer Leute spezialisierten Intensivtäter aus Marokko. Dies musste auch der kommissarische Leiter des Jugendamtes in Mannheim feststellen:

Bei solchen Intensivtätern, wie wir sie mit den 15 Marokkanern in Mannheim haben, sind die Jugendarbeiter mit ihrem pädagogischen Latein am Ende.“

(Peter Schäfer, Jugendamtsleiter Mannheim)

Er rät, dass Bund, Land, Landkreise und Städte endlich damit beginnen müssten, dieses Thema gemeinsam zu bearbeiten.

Doch da wäre zunächst der Gesetzgeber gefragt, rechtliche Voraussetzungen zu schaffen …

Siehe auch:

BW-Innenminister antwortet auf Mannheimer Brandbrief zur UMA-Plage – Tipps auch von SPD und Grünen