Emden: Streit im Treppenhaus eskaliert – „Irrer“ geht mit Schere auf Frau los

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Todschlags.

Emden, Ostfriesland: Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wurde ein 50-jähriger Mann aufgrund einer möglichen psychischen Erkrankung in ein psychiatrisches Krankenhaus gebracht, nachdem er eine junge Frau attackierte.

In einer Wohnung in einem Mehrparteienhaus in der Innenstadt kam es zu einem verbalen Streit zwischen dem 50-Jährigen und einer 23-jährigen Frau, der sich auf den Hausflur ausweitete.

Beim Verlassen der Wohnung stieß der Beschuldigte die Frau die Treppe hinunter. Anschließend versuchte der Beschuldigte mit einer Schere auf das am Boden liegende Opfer einzustechen.“

(Polizeibericht)

Wegen des Kampflärms wurden zwei Frauen des Hauses aufmerksam.

Sie konnten verhindern, dass der Beschuldigte mit der Schere auf die Frau einwirkt.“

(Sina Butke, Polizeisprecherin)

Die Zeuginnen konnten die Frau in Sicherheit bringen, indem sie den 50-Jährigen im Hausflur einsperrten. Dann tätigten sie den Notruf der Polizei. Diese konnte den Angreifer kurz darauf im Hausflur festnehmen.

Im Zuge der Ermittlungen ergaben sich Anhaltspunkte für eine mögliche psychische Erkrankung des Mannes.“

(Sina Butke, Polizeiinspektion Leer/Emden)

Es hätten sich „dringende Gründe für die Annahme“ ergeben, dass der Mann „die Tat im Zustand der Schuldunfähigkeit oder verminderten Schuldfähigkeit begangen haben könnte“.

Deshalb beantragte die Staatsanwaltschaft Aurich die einstweilige Unterbringung des 50-Jährigen in einem psychiatrischen Krankenhaus. Dem Antrag wurde vom Amtsgericht Emden zugestimmt.

Die 23-Jährige wurde mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Wie die „Emdener Zeitung“ meldet, wird wegen versuchten Todschlags ermittelt. Der Angriff ereignete sich am 26. Oktober.

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