Essen: Vandalismus-Anschlag gegen AfD-Politiker Guido Reil – Auto demoliert, Haus beschmiert – Staatsschutz ermittelt

In der Nacht zu Freitag randalierten AfD-Gegner vor dem Haus des Oppositions-Politikers Guido Reil und demolierten das Auto seiner Frau. Zudem wurden die Fassade des Gebäudes und die Garage mit Hass-Parolen beschmiert. Der Staatsschutz ermittelt.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag randalierten bisher unbekannte Täter am Haus des Essener Landtagskandidaten der AfD, Guido Reil.

Während der Politiker zu einer Wahlkampf-Veranstaltung in Schleswig-Holstein war, wurde das Auto seiner russischen Frau demoliert, die Reifen zerstochen und die Scheiben eingeschlagen. Auch das Gebäude wurde attackiert. Hier schmierten die Täter Hass-Parolen an Fassade und Garagentor des Oppositionellen.

Wie die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ berichtet, lasse sich Reil davon nicht einschüchtern:

Ich werde noch einen Zahn zulegen.“

(Guido Reil, AfD-Landtagskandidat)

Außerdem will Reil am Samstag mit seinem auffälligen Wahlkampf-Kleinbus mit AfD-Lackierung zum Bundesparteitag der AfD nach Köln fahren, entgegen den Warnungen der Polizei, die unter den erwarteten 50.000 Gegendemonstranten auch zahlreiche gewaltbereite Extremisten vermutet.

Derzeit untersuchen Polizei und Staatsschutz die Hintergründe des Anschlags und sucht Zeugen, die im Wohngebiet zwischen der Lohwiese und der Karnaper Straße in der vergangenen Nacht verdächtige Beobachtungen gemacht haben.

Hinweise können bei der Polizei Essen unter Telefon 0201 / 8290 abgegeben werden.

Derweil meldete sich Max Adelmann von der Initiative „Essen stellt sich quer“ zu Wort und distanzierte sich von dem Anschlag:

Politische Gegner gehören politisch bekämpft. Gewalt ist keine Lösung. Wenn gewalttätige Angriffe von Rechts verurteilt werden, so kann und darf Sachbeschädigung nicht die Antwort sein.“

(Max Adelmann, „Essen stellt sich quer“)