Ex-General kritisiert GroKo-Pläne zur Bundeswehr als „verantwortungslos“

Der ehemalige Inspekteur des Heeres hat Union und SPD vorgeworfen, "verantwortungslos" mit der Bundeswehr umzugehen. Hintergrund sind die Pläne der GroKo, auf Basis des 51. Finanzplans die Ausgaben für Verteidigung nur um rund eine Milliarden Euro zu erhöhen.

Der ehemalige Inspekteur des Heeres Bruno Kasdorf hat Union und SPD vorgeworfen, „verantwortungslos“ mit der Bundeswehr umzugehen.

„Union und SPD handeln verantwortungslos. Ihre Pläne untergraben die Glaubwürdigkeit von Deutschland als Bündnispartner, sie gefährden die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr und sie machen die Truppe als modernen Arbeitgeber unattraktiv“, sagte Kasdorf der „Bild“ (Mittwochsausgabe).

Hintergrund sind die Pläne der GroKo-Partein, auf Basis des 51. Finanzplans die Ausgaben für Verteidigung nur um rund eine Milliarden Euro zu erhöhen.

Um die Einsatzfähigkeit der Truppe sicherzustellen, müssten in den nächsten vier Jahren noch rund 7,5 Milliarden Euro zusätzlich investiert werden, so Kasdorf. Die jetzt geplante Etatsteigerung würde dagegen gerade einmal reichen, um steigende Betriebskosten und Tarifsteigerungen abzudecken.

Entschieden verwahrte sich der ehemalige Inspekteur des Heeres gegen den Vorwurf, dass mehr Geld für die Bundeswehr „eine überdimensionale Aufrüstung einer Armee im Herzen Europas“ bedeuten würde. „Wir sprechen vielmehr darüber, dass unsere Panzer nicht fahren, unsere Hubschrauber nicht fliegen und unsere U-Boote nicht tauchen“, so Kasdorf.

Die Trendwende anzukündigen, sei richtig gewesen. „Aber das muss jetzt auch mit Geld hinterlegt werden“, so der Ex-General. (dts)

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