Falkenfels: Unzufrieden mit Unterbringung – Minderjährige Flüchtlinge demolieren Wohnheim – 20.000 Euro Schaden

Mit Ketten und Holzlatten "arbeiteten" die jugendlichen Afghanen sich von Raum zu Raum. Die Unterkunft ist vorerst unbewohnbar. Auch ein Polizeifahrzeug wurde beschädigt.

Eine Unterkunft für junge unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMA) im niederbayerischen Falkenfels, einem 1.000-Seelen-Ort knapp 50 Kilometer östlich von Regensburg, wurde von ihren Bewohnern am Wochenende demoliert. Grund: Die Jugendlichen waren mit ihrer Unterbringung unzufrieden.

Samstagnachmittag, 11. November 2017, im Falkenfelser Ortsteil Hirschberg: Die Situation in der Unterkunft eskaliert, es kommt zu einem Großeinsatz der Polizei mit mehreren Streifenwagen. Zudem werden Feuerwehr und Rettungsdienst alarmiert.

Randalierende junge Afghanen

Wie das „Wochenblatt“ aus Landshut berichtet, zerstörten vier Jugendliche aus Afghanistan (15, 16, 16, 16) mit Ketten und Holzlatten bewaffnet Inventar und Teile des Gebäudes, u.a. eine Küche und weitere Räumlichkeiten. Anschließend flüchteten drei der Täter in einen angrenzenden Wald.

Zuvor warfen sie noch die Windschutzscheibe eines vor dem Haus parkenden Streifenwagens der Polizei ein. Mithilfe der angeforderten Verstärkung wurden die geflüchteten Afghanen am Abend im Wald gestellt und verhaftet. Ein weiterer Randalierer wurde in seinem Zimmer verhaftet.

Die jungen Flüchtlinge mussten die Nacht in Polizeigewahrsam verbringen wurden aber nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft nach den polizeilichen Maßnahmen wieder aus dem Gewahrsam entlassen.

Aufgrund der zerstörten Unterkunft wurden die minderjährigen Asylbewerber vom Jugendamt auf andere Unterkünfte verteilt.

Die jungen Täter waren nach ersten Aussagen mit ihrer Unterbringungssituation unzufrieden. Der von ihnen angerichtete Sachschaden wird bisher auf etwa 20.000 Euro beziffert.