FDP nur noch halb so stark wie AfD

Im ARD-Deutschlandtrend stieg die AfD gestern schon von 12 auf 14 Prozent. Das ZDF-Politbarometer bestätigt dies heute exakt. Die FDP dagegen fällt auf jetzt 7 Prozent, ist also nur noch halb so stark wie die AfD.

Im ARD-Deutschlandtrend stieg die AfD gestern schon von 12 auf 14 Prozent. Das ZDF-Politbarometer bestätigt dies heute exakt. Und auch hier fällt die SPD um einen Punkt, während die Union gleich zwei Punkte einbüßt. Zulegen können dagegen die Grünen und die Linkspartei. Die FDP fällt auf jetzt 7 Prozent, ist also nur noch halb so stark wie die AfD und hat laut ZDF mehr als jeden dritten Wähler verloren seit der Bundestagswahl.

Union hält sich einigermaßen, SPD fällt immer weiter

Die Tendenzen der letzten Tage und Wochen sind klar erkennbar. Die Union kann ihr miserables Bundestagswahlergebnis von 32,9 Prozent zumindest so einigermaßen halten, verliert nicht deutlich weiter. Im ZDF-Politbarometer (Forschungsgruppe Wahlen) von heute fällt sie zwar von 33 auf 31 Prozent, nimmt man aber die anderen sechs Januar-Umfragen hinzu, dann bewegt sich sich im Bereich von 31 – 34 Prozent.

Bei der SPD aber geht es eindeutig nach unten. In den sieben Januar-Umfragen liegt sie zwischen 17,5 und 21 Prozent. In den vier jüngsten, die erstellt wurden, nachdem die SPD zu erkennen gegeben hat, dass sie wieder in eine schwarz-rote Koalition eintreten will, steht aber immer vorne ein 1.

AfD liegt jetzt bei vier Instituten bei 14 Prozent

Die AfD liegt zwischen 12 und 14 Prozent, wobei Allensbach und Forsa, die die AfD notorisch viel zu gering und wenig glaubhaft ausweisen, sie bei 12 Prozent sehen, vier Institute aber inzwischen einheitlich bei 14 Prozent. Der Trend zeigt hier klar nach oben.

Gerade bei der AfD muss immer davon ausgegangen werden, dass die tatsächliche Zustimmung in der Bevölkerung eher höher ist, als sie von den Umfrage-Instituten, ganz besonders Allensbach und Forsa ausgewiesen wird. Noch fünf Tage vor der Bundestagswahl am 24.09.2017, bei der die AfD auf 12,6 Prozent kam, sah Forsa sie bei 9 Prozent und Allensbach ein Monat vor der Wahl sogar nur bei 7 Prozent. Allensbach und Forsa können hier im Grunde kaum noch ernst genommen werden.

Große Zugewinne seit der Wahl für die Grünen – große Verluste für die FDP

Deutlich zulegen können laut Forschungsgruppe Wahlen (ZDF) die Grünen, die hier von 12 auf 14 Prozent steigen und damit gleichauf wären mit der AfD. Betrachtet man die sechs anderen Januar-Umfragen, dann sieht das aber etwas anders aus. Dort bewegen sich die Grünen nämlich nur zwischen 10 und 12 Prozent und liegen im Schnitt fast zwei Punkte hinter der AfD, selbst wenn wir die wenig glaubwürdigen Allensbach- und Forsa-Werte mit einrechnen.

Auf Platz 5 liegt auf jeden Fall die Linkspartei (SED, PDS, Linkspartei, DIE LINKE), die sich zwischen 8,5 und 11 Prozent bewegt.

Weit abgeschlagen inzwischen auf Platz 6 die FDP, die seit der Bundestagswahl laut ZDF mehr als jeden dritten Wähler verloren hat und von 10,7 auf 7 Prozent fällt. Damit wäre sie nur noch halb so stark wie die AfD.

Überblick: alle Januar-Umfragen

Hier die Werte der Parteien aus allen sieben Januar-Umfragen (in Klammern die Ergebnisse bei der Bundestagswahl am 24. September 2017):

  1. CDU/CSU: 31 – 34 % (32,9)
  2. SPD: 17,5 – 21 % (20,5)
  3. AfD: 12 – 14 % (12,6)
  4. GRÜNE: 10 – 14 % (8,9)
  5. LINKE: 8,5 – 11 (9,2)
  6. FDP: 7 – 10 (10,7)
  7. Sonstige: 3 – 5 % (5)

ZDF-Politbaromter

Und hier die aktuellen Zahlen von Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF-Politbarometer. Befragt wurden am 30.01., 31.01. und 01.02 mehr als 1.300 Personen, die Ergebnisse anschließend mit hauseigenen Formeln hochgerechnet.

Über den Autor: Jürgen Fritz studierte in Heidelberg Philosophie, Erziehungswissenschaft, Mathematik, Physik und Geschichte (Lehramt). Nach dem zweiten Staatsexamen absolvierte er eine zusätzliche Ausbildung zum Financial Consultant unter anderem an der heutigen MLP Corporate University. Er ist seit Jahren als freier Autor tätig. Sein Blog: Jürgen.Fritz.com

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