Urteil des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz 2004

Flüchtlinge mit zwei Ehefrauen in Deutschland: Beide können Sozialhilfe bekommen

Epoch Times, Sonntag, 11. Oktober 2015 10:29
In Deutschland darf ein politischer Flüchtling eine staatlich anerkannte Zweitfrau, die auch Sozialhilfe bezieht, haben. Durch die zunehmende Präsenz des Islam in Deutschland rückt ein Gerichtsurteil von 2004 wieder ins Rampenlicht.
Diese beiden Frauen gehören nicht zu dem Urteil des Landesgerichtes. Jedoch sind Bilder von muslimischen Hochzeiten kaum findbar. Die beiden schauen in Winson Green, Birmingham einem Trauerzug zu, als während eines Gebetes 2011 drei Männer getötet wurden. Tausende Trauernde versammelten sich für die moslemischen Begräbnisgebete der Getöteten.
Diese beiden Frauen gehören nicht zu dem Urteil des Landesgerichtes. Jedoch sind Bilder von muslimischen Hochzeiten kaum findbar. Die beiden schauen in Winson Green, Birmingham einem Trauerzug zu, als während eines Gebetes 2011 drei Männer getötet wurden. Tausende Trauernde versammelten sich für die moslemischen Begräbnisgebete der Getöteten.
Foto: LEON NEAL/AFP/Getty Images

2004 entschied das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz, dass ein irakischer Flüchtling auf Kosten des deutschen Staates mit zwei "Ehefrauen" legal in Deutschland leben darf.

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Im Text des Oberverwaltungsgerichts steht:

"Ist ein politischer Flüchtling nach dem Recht seines Heimatlandes gültig mit zwei Ehefrauen verheiratet, von denen die erste bereits über eine Aufenthaltsbefugnis verfügt und die zweite aufgrund von Duldungen seit mehreren Jahren an der Lebensgemeinschaft teilhat, so kann die Ausländerbehörde gehalten sein, auch der Zweitfrau (trotz Sozialhilfebezugs) eine Aufenthaltsbefugnis zu erteilen. "

Die Klage ging von der Zweitfrau aus. Der deutsche Staat, also der Beklagte, trug die Kosten der Verfahren durch zwei Instanzen.

Hier der Wortlaut des Urteils vom 12.03.2004

Quelle: juraforum.de

OVG-RHEINLAND-PFALZ – Aktenzeichen: 10 A 11717/03.OVG

Leitsatz:

Ist ein politischer Flüchtling nach dem Recht seines Heimatlandes gültig mit zwei Ehefrauen verheiratet, von denen die erste bereits über eine Aufenthaltsbefugnis verfügt und die zweite aufgrund von Duldungen seit mehreren Jahren an der Lebensgemeinschaft teilhat, so kann die Ausländerbehörde gehalten sein, auch der Zweitfrau (trotz Sozialhilfebezugs) eine Aufenthaltsbefugnis zu erteilen.

Rechtsgebiete:

AuslG, GG, EMRK

Vorschriften:

§ 7 Abs. 2 AuslG, § 30 Abs. 3 AuslG, § 31 Abs. 1 AuslG, § 34 Abs. 2 AuslG, § 51 Abs. 1 AuslG, § 55 Abs. 2 AuslG, § GG Art. 2, § GG Art. 6, § EMRK Art. 8

Stichworte:

politischer Flüchtling, Mehrehe, Zweitfrau, Duldung, Aufenthaltsverfestigung, Aufenthaltsbefugnis, Daueraufenthalt, rechtliches Abschiebungshindernis, Schutz der Ehe, Achtung des Privatlebens, Regelversagungsgrund, Sozialhilfebezug

Verfahrensgang:

VG Neustadt/Wstr. 8 K 696/03.NW vom 26.09.2003

(ks)





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