Friedensnobelpreisträger ICAN kritisiert Bundesregierung

Der Friedensnobelpreisträger ICAN hat die Bundesregierung kritisiert. Deutschland müsse den Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnen, fordern die Aktivisten.

Der frischgebackene Friedensnobelpreisträger ICAN hat die Bundesregierung kritisiert.

Deutschland müsse den Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnen, sagte ICAN-Deutschland-Vorstand Sascha Hach am Freitagmittag. Damit solle nicht bis zu einer neuen Regierungsbildung gewartet werden, sondern diese Forderung gehe auch an die geschäftsführende Bundesregierung.

Stattdessen habe sich Deutschland zuletzt aus dem Kampf gegen Atomwaffen sogar zurückgezogen.

„Die Bundesregierung unterstützt das Ziel einer Welt ohne Atomwaffen und gratuliert dem Nobelpreiskomitee zu dieser Wahl sowie der Internationalen Kampagne für die Abschaffung von Atomwaffen für die Auszeichnung“, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer in der Regierungspressekonferenz.

Das Nobelkomitee in Oslo hatte am Vormittag die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) als Nobelpreisträger benannt. (dts)

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