Für „erfolgreiche Integration“: 25.000-Euro-Kredite für Geflüchtete – auch bei befristetem Aufenthaltstitel

Flüchtlinge können nun ebenfalls von der IBB einen Kredit zur Unternehmensgründung in Berlin bekommen: "Mit der Öffnung unseres Mikrokredit-Angebots für Geflüchtete wollen wir einen Beitrag zu einer erfolgreichen Integration und wirtschaftlichen und finanziellen Selbständigkeit der Geflüchteten leisten," so die Bank.

Auch Flüchtlinge können nun von der Investitionsbank Berlin (IBB) einen Kredit für eine Unternehmensgründung bekommen – wenn sie ein Unternehmen in Berlin gründen. Auch Migranten mit befristetem Aufenthaltstitel und Niederlassungserlaubnis können das Angebot der Bank nutzen.

Die IBB hat das Programm „Microkredite aus dem KMU-Fonds“ am Donnerstag erweitert (KMU: Kleine und Mittlere Unternehmen):

Die Mikrodarlehen der IBB betragen maximal 25.000 Euro und zeichnen sich durch eine einfache Antragstellung sowie eine schnelle Kreditentscheidung aus und werden überwiegend für die Finanzierung von Gründungsvorhaben eingesetzt, heißt es in einer IBB-Mitteilung.

Grundsätzlich soll die Darlehenslaufzeit mit der Dauer der Aufenthaltserlaubnis im Einklang stehen, aber auch längere Laufzeiten seien im Rahmen einer Bürgschaftslösung möglich.

Flüchtlinge kommen häufig aus Ländern, in denen die Selbstständigkeit eine viel höhere Bedeutung für die Existenzsicherung hat, als in den westlichen Industrieländern. Sie bringen deshalb oft ein Talent zur Selbstständigkeit mit und sollen durch das Förderangebot in die Lage versetzt werden, dieses in unsere Gesellschaft einzubringen“, erläutert der IBB-Vorstandsvorsitzende Jürgen Allerkamp das neue Förderangebot der Bank.

Weiters sagt er:

Mit der Öffnung unseres Mikrokredit-Angebots für Geflüchtete wollen wir einen Beitrag zu einer erfolgreichen Integration und wirtschaftlichen und finanziellen Selbständigkeit der Geflüchteten leisten“.

Ramona Pop (Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe) beim Berliner Senat begrüßt dieses Angebot der Investitionsbank. Das Programm an sich gibt es schon länger und öffnet sich nun für diesen Personenkreis. Die Senatorin erklärt:

„Dies ist ein Signal an diejenigen unter den Geflüchteten, die sich selbstständig machen möchten und über das nötige Know-how verfügen. Die Öffnung des Mikrokreditangebots stellt eine hilfreiche Ergänzung zu dem vielfältigen privaten und öffentlichen Engagement für Geflüchtete dar.“

Und weiter: „Auch ist es ein wichtiger integrationspolitischer Beitrag und bedeutender Schritt zur Unabhängigkeit. Ich wünsche allen Antragsteller*innen, dass diese sich nun – sofern deren Vorhaben für eine Förderung in Frage kommen – in Berlin eine neue Existenz aufbauen und sichern können.“ (so)