Ginkgo-Wurzelextrakt: Pflanzlicher Stimmungsaufheller

Die gefäßverjüngende Wirkung des Ginkgo-Wurzelextraktes ist wissenschaftlich belegt.

Die durchblutungsfördernde Wirkung von Ginkgo konnten englische Wissenschaftler an über 500 Patienten belegen. Im Gegensatz dazu war die Wirkung von Knoblauch, Omega-3-Fettsäuren, Vitamin E oder „Padme 28" nicht deutlich nachzuweisen. Die Stimmung verbessert Ginkgo außerdem.

Ein heiliger Baum als geschätztes Naturheilmittel

Der aus Ostasien stammende Ginkgo Biloba ist heute der letzte Vertreter einer als „lebendes Fossil" bekannten Baumart. Mit einem Alter von 290 Millionen Jahren stammt er aus einer Zeit, in der die Urkontinente mit Farnwäldern überzogen waren. Aufgrund der Massenabholzung der natürlichen Wälder ist auch das Überleben dieses Baumes in der freien Natur nicht mehr gesichert, der als einzige Pflanzengruppe ohne Verwandtschaft zu den heutigen Laub- oder Nadelholzgewächsen die Erdgeschichte überlebt hat.

Über Jahrtausende wurde der Ginkgo Biloba in ostasiatischen Heiligtümern als heiliger Tempelbaum verehrt und gepflegt. Die Widerstandsfähigkeit und Lebenskraft dieses Symbols der Hoffnung und Harmonie trotzt heute noch der Atombombenexplosion 1945 im Hofe seines wiedererbauten Tempels in Hiroshima.

In erster Linie wurde früher der Ginkgo als Nahrungspflanze und kostbares Gewürz gezüchtet. Seit mehr als 5.000 Jahren jedoch wussten die alten Chinesen um seine Gesundheitsfördernde Wirkung gegen Kreislauf- und Gedächtnisschwäche und haben ihn bei Asthma, Lungenentzündung, Magenleiden, Husten oder Tuberkulose eingesetzt.

Aus winzigen Teilchenresten werden gefäßverstopfende Ablagerungen

Heute gilt der Extrakt aus Ginkgo-Blättern als wissenschaftlich anerkannter Wirkstoff bei Durchblutungsstörungen und deren Folgen wie Angina Pectoris, Gedächtnisschwäche, Schwindel oder Tinnitus.Sein Wirkungsprinzip erklärt sich aus der antioxidativen Wirkung des Ginkgos: Durch Umweltgifte, Stress und Medikamente entstehen in den Blutbahnen vermehrt freie Radikale, die man sich als zerschlagene Teilchen vorstellen kann. Werden diese freien Radikale nicht durch Antioxidantien wie Vitamine und Pflanzenwirkstoffe abgefangen, werden sie mit anderen wichtigen im Blut schwimmenden Teilchen zusammen stoßen und diese beschädigen, wenn sie sich bildlich mit ihren scharfen Kanten in das andere Teilchen bohren.

Genau dieser Prozess spielt sich nach dem heutigen Stand der Wissenschaft bei der Arterienverkalkung ab in den Beinen, aber gleichzeitig auch im Herz und an der Halsschlagader. Durch freie Radikale beschädigtes Cholesterin und Fettsäuren gelangen in die Gefäßwand und verengen diese immer mehr. So entwickeln sich aus Angina Pectoris, Schwindel und der Schaufensterkrankheit der lebensbedrohliche Herzinfarkt, Schlaganfall und der akute Beinarterienverschluss.

Kein übliches Medikament oder Operation richtet sich gegen die voranschreitende Verkalkung der Gefäße. Genauso ist das zuwachsen der bei By-Pass-Operationen neu angelegten Gefäße lediglich eine Frage der Zeit.

Die Ausnahme zu dieser Regel bieten antioxidativ wirksame Naturheilmittel wie der Ginkgo. Tatsächlich konnte eine Forschergruppe an der Charité in Berlin nachweisen, dass bei By-Pass-operierten Patienten deutlich weniger neue Ablagerungen entstehen, wenn diese Ginkgo-Präparate nahmen.

Mit Ginkgo über Motivation und ausreichend Bewegung zum Erfolg

Trotz der wissenschaftlich bewiesenen Linderung der Gehbeschwerden bei der Schaufensterkrankheit sind diese Ergebnisse – wie auch bei den üblichen Medikamenten – nicht zu vergleichen mit den Behandlungserfolgen durch regelmäßiges Gehtraining.

Daher empfiehlt es sich, die stimmungsaufhellende und durchblutungsfördernde Wirkung von Ginkgo für ausreichend Motivation für tägliche Spaziergänge auszunutzen und während der restlichen Zeit von der Gedächtnis fördernden Wirkung zu profitieren. Denn eines können die üblichen Medikamente und Operationen mit Gewissheit nicht: Die Herzbeschwerden und das Herz- und Schlaganfallrisiko gleichzeitig mindern.