„Do! It! Again!“: Grünen-Politiker fordert Dresden zu bombardieren

Der Grünen-Politiker Matthias Oomen schrieb auf Twitter, dass man Dresden wieder bombardieren solle. "Do! It! Again!", so die Aufforderung von Oomen. Der Post erntete scharfe Kritik, auch aus den eigenen Reihen. Doch eine Entschuldigung kommt für den Grünen-Mann nicht in Frage, denn diese wäre "verlogen".

Ein Twitter-Eintrag des Grünen-Politiker Matthias Oomen sorgt für Empörung. Oomen schrieb auf dem sozialen Medium: „In Dresden ist Fliegerbombe in den Trends? Das Lässt ja hoffen. Do! It! Again!“.

Mit seinem Post rief er dazu auf, Dresden noch einmal zu bombardieren und wandte sich damit an den Engländer Sir Arthur Travers Harris, der im Zweiten Weltkrieg als Oberbefehlshaber der britischen Luftwaffe das Bombenkommando in der Nacht vom 13. zum 14. Februar 1945 auf Dresden befehligte. Harris überzog Dresden mit einem Bombenteppich, bei dem zwischen 25.000 bis zu 250.000 Menschen ums Leben gekommen sind.

Oomen wurde für seinen Tweet auch aus der eigenen grünen Reihe kritisiert. Der frühere Grünen-Chef Reinhard Bütikofer, schrieb ihm zurück: „Dir hamse ja wohl das Hirn geklaut! Kannste nach so 1 Mega-Fehlleistung nicht wenigstens den Tweet löschen und „Sorry!“ sagen?“

Oomen meinte nur: „Um Gottes Willen, lieber Büti! Am Ende muss bei einer verlogenen Entschuldigung ja noch für die Sachsen-CDU in den Bundestag! ;)) N8!“

Danach wurde Oomen, der als Grünen-Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Mobilität im bündnisgrünen Landesverband Berlin, sitzt noch sarkastisch und schrieb: „War nicht so gemeint. Bin auf der Maus ausgerutscht. Kennt ihr ja. Weiß leider nicht, wie man Tweets löscht, bin recht neu.“

Fliegerbombe in Dresden entschärft

Der Twitter-Eintrag des Grünen-Politikers folgte einem Fund einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg, die am Freitagabend entschärft wurde.

Die Fünf-Zentner-Bombe war bei Bauarbeiten im Süden der Stadt nahe der Technischen Universität entdeckt worden, berichtete der „MDR“. Das Risikogebiet wurde geräumt und 2000 Menschen aus ihren Häusern evakuiert. Nach Einschätzung des Sprengmeisters handelte es sich um eine englische Fliegerbombe mit Aufschlagzünder. Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes entschieden sich die Bombe vor Ort zu entschärfen.