Hamburg: Der Killer aus dem Flüchtlingsheim – Islamist verübt tödlichen Messer-Anschlag auf Edeka-Kunden

Mehrere Augenzeugen bestätigten "Allahu Akbar"-Rufe durch den Täter, einen als Ahmed al H. identifizierten Palästinenser aus einem Hamburger Flüchtlingsheim. Der in den Emiraten geborene 26-Jährige stürmte mit einem großen Küchenmesser bewaffnet einen Edeka, tötete dort einen Mann und verletzte sechs weitere Personen, teils schwer. Der Polizei war der abgelehnte Asylbewerber als Islamist schon bekannt.

Vor dem Supermarkt liegen inzwischen Blumen, stehen Kerzen der Anteilnahme. Aus Teelichtern formten Menschen ein großes Peace-Zeichen. Der Markt selbst ist geschlossen. Ein Rolltor verbirgt den Ort, an dem gestern Nachmittag, 28. Juli 2017, der Attentäter zuschlug …

Als ich sah, dass Männer nach rechts und links wegliefen, bin ich schnell in ein Geschäft gerannt und habe gebeten, dass sie die Tür zuschließen. Ich hatte Panik! Der Täter wirkte hektisch und verwirrt.“

Dies berichtete ein Augenzeuge laut „Bild“. Mehrere Zeugen bestätigten zudem „Allahu Akbar“-Rufe des Messer-Mannes. Dazu wollte sich Polizeisprecher Timo Zill nicht äußern.

Täter wohnte im Flüchtlingsheim

Zwischenzeitlich wurde das Flüchtlingsheim im Stadtteil Langenhorn, in dem der Attentäter wohnte, gestürmt. Doch hielt sich die Polizei zum Ergebnis bedeckt:

Ob wir etwas gefunden haben, können wir zur Stunde nicht bekannt geben.“

(Polizeisprecher)

Ahmad al H. reiste als Flüchtling im März 2015 nach Hamburg, stellte auf seinem Weg über Norwegen, Schweden und Spanien immer wieder Asylanträge, so „Focus“. In Deutschland wurde der Asylantrag des 26-jährigen Mannes, der 1991 in den Vereinigten Arabischen Emiraten geboren wurde, abgelehnt. Der Mann war ausreisepflichtig und stand kurz vor der Abschiebung.

Jedoch konnte diese wegen fehlender Papiere nicht durchgeführt werden, wie Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz zusammen mit Innensenator Andy Grote (beide SPD) noch gestern Nacht erklärte. Der Polizei war der Palästinenser als Islamist bekannt, zeigte sich oft religiös gekleidet.

Ich stand an der Kasse, als der Täter reinkam. Er hatte ein riesiges Messer dabei. Blutverschmiert. Er war total aufgedreht, fuchtelte mit den Armen herum. Ich habe gedacht: Jetzt sticht er mich ab.“

(Edeka-Kundin zu „n-tv“)

Immer wieder habe der Mann auf Kunden im Kassenbereich eingestochen, so „Bild“ weiter, wie von Sinnen. Ein Mann bricht blutend zusammen, bleibt regungslos liegen, Die Menschen hätten Schutz hinter den Regalen gesucht. Als Ahmed al H. keine greifbaren Opfer mehr vorfindet, rennt er auf die Straße.

Ich hatte gerade neben dem Edeka-Markt mit meiner Frau was gegessen, da wurde es draußen laut. Ich ging nach draußen auf den Bürgersteig und sah einen Mann, der mit einem Messer auf ein Mädchen, das Fahrrad fuhr, einstach. Sie wurde im Brustbereich verletzt und blieb liegen. Der Täter flüchtete.“

(Sami C., 64, Augenzeuge)

Ein weiterer Augenzeuge erläuterte in der „Bild“, wie der flüchtende Täter von Passanten verfolgt wurde:

Ich saß mit Freunden beim Bäcker gegenüber von dem Supermarkt und trank Kaffee. Plötzlich lief auf der anderen Straßenseite ein blutverschmierter Mann mit einem Messer entlang. Hinter ihm liefen mehrere Menschen mit Behelfswaffen, Stühlen und Stöcken. Im Laufen rief der Mann ,Allahu Akbar‘.“

(Ralf W., 48, Augenzeuge)

Bei der Festsetzung des Attentäters wird ein 35-jähriger Mann verletzt. Laut „Hamburger Morgenpost“ handelt es sich um einen Türken.

In Sicherheitskreisen heiße es, dass der IS schon lange dazu aufrufe, mit Messern oder anderen einfach zu beschaffenden Tatmitteln „Ungläubige“ anzugreifen. Zudem verweisen Sicherheitsexperten auf die hohe Nachahmungsgefahr von Messer-Anschlägen, so der „Tagesspiegel“.

Hamburgs CDU-Landeschef Roland Heintze sagte der „Bild“: „Der feige Angriff mitten in Hamburg zeigt uns einmal mehr, dass wir alle zusammen wachsam sein müssen.“

Ahmad al H. (26), der verrückte Islamist aus dem Flüchtlingsheim, wird von Männern mit Migrationshintergrund verfolgt und später gestellt und überwältigt. Solche Taten schüren Hass und greifen die Lebensgrundlage der ausländischen Bürger im Land an. Immer mehr Menschen verstehen diesen Zusammenhang offenbar, und dass sie sich nicht mehr heraushalten können.

Hamburgs SPD-Spitze reagieren entsetzt

Zusätzlich wütend macht mich, dass es sich bei dem Täter offenbar um jemanden handelt, der Schutz bei uns in Deutschland beansprucht und dann seinen Hass gegen uns gerichtet hat.“

(Olaf Scholz, Erster Bürgermeister von Hamburg, SPD)

Hamburgs Innensenator Grohe sprach von einem erbärmlichen Anschlag.

Bürgermeister Scholz fordert zudem, „dass die rechtlichen und praktischen Hindernisse bei der Abschiebung beiseite geräumt werden müssen“, so der noch von den linksextremen G20-Ausschreitungen gezeichnete Rathauschef.

Diese Gewalttäter setzen darauf, unsere freie Gesellschaft mit Angst zu vergiften. Dieser Versuch wird scheitern.“

(Olaf Scholz, Erster Bürgermeister von Hamburg, SPD)

Der Staatsschutz (LKA 7) und die Mordkommission gründeten eine Sonderkommission für die Ermittlungen.

Hintergrund der Tat unklar?

Die Hamburger Polizei bestätigte, dass ein 50-jähriger Mann ums Leben kam. Es gab weitere sechs Verletzte: Eine Frau und vier Männer im Alter zwischen 19 und 64 Jahren hätten Stichverletzungen davongetragen, die „teilweise schwer“ seien. Zudem sei ein 35-Jähriger bei der Überwältigung des Tatverdächtigen verletzt worden.

Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich der Polizei zufolge um einen 26-Jährigen, der in den Vereinigten Arabischen Emiraten geboren wurde. Er wurde festgenommen. Der Hintergrund der Tat ist weiter unklar, laut Polizei wird weiter in alle Richtungen ermittelt. Auch der Staatsschutz sei an den Ermittlungen beteiligt.

Täter oft religiös gekleidet

Nach einer Meldung des „Tagesspiegel“ könnte die Tat einen terroristischen Hintergrund haben.

So sei der Täter „den deutschen Behörden als Islamist bekannt und oft religiös gekleidet gewesen“. Der „Tagesspiegel“ beruft sich auf Sicherheitskreise. Es sei „ein Palästinenser, der 1991 in Saudi-Arabien geboren sei. Die Herkunft des Mannes wird später auf die Vereinigten Arabischen Emirate abgeändert. Der Mann sei als Flüchtling nach Deutschland gekommen und habe in Hamburg eine einfache Beschäftigung gehabt.“ Er wohnte in einem Flüchtlingsheim.

Der Sicherheitsexperte, mit dem der „Tagesspiegel“ gesprochen habe, sagte: „Auch wenn das Motiv noch nicht ganz klar ist, müssen wir offenbar von einem Anschlag ausgehen“.

Erste Meldungen:

Ein Mann hat bei einer Messerattacke in einem Supermarkt einen Menschen getötet und bei der anschließenden Flucht vier weitere verletzt. Der Polizei zufolge wurde der Verdächtige von Passanten überwältigt und von dazueilenden Beamten festgenommen. Erkenntnisse zu dem Motiv lagen der Polizei zunächst nicht vor.

„Die Hintergründe der Tat sind nach wie vor ungeklärt. Die Ermittlungen hierzu dauern an“, teilte die Polizei weiter mit. Auch Angaben, wonach der Täter „Allahu Akbar“ gerufen habe, wollte eine Polizeisprecherin zunächst nicht bestätigen. Unklar waren nach ihren Angaben auch die Identität des Verdächtigen und der Opfer sowie für die Schwere der Verletzungen.

Der Hamburger CDU-Landesvorsitzende Roland Heintze, der auch Mitglied des CDU-Bundesvorstandes ist, hat entsetzt auf die Gewalttat dem Supermarkt in Hamburg-Barmbek reagiert: „Der feige Angriff mitten in Hamburg zeigt uns einmal mehr, dass wir alle zusammen wachsam sein müssen“, sagte Heintze der „Bild“.

Jetzt sei es „einmal mehr wichtig, dass die Hintergründe schnell aufgeklärt werden.“

Täter wirkte verwirrt …

Den Angaben zufolge griff der Mann um kurz nach 15.00 Uhr in dem Supermarkt im Stadtteil Barmbek zunächst eine Person an, die noch am Tatort starb. Anschließend floh er auf die Straße, wo er vier weitere Menschen verletzte. Als Passanten den Täter überwältigten, wurde er Täter selbst leicht verletzt. Die Polizei sperrte die umliegenden Straßen weiträumig ab, schwerbewaffnete Beamte sicherten die Gegend.

Der Polizeisprecherin zufolge war der Mann mit einem größeren handelsüblichen Küchenmesser bewaffnet. Hinweise auf einen etwaigen zweiten Täter gab es nicht. Derzeit würden Spuren gesichert und Zeugen befragt, sagte die Sprecherin der Beamten. „Die Mordkommission ermittelt auf Hochtouren.“

Eine Augenzeugin berichteten dem Sender n-tv, der Täter habe nach der Attacke in dem Geschäft „völlig überdreht“ gewirkt. Er habe beim Hinausgehen die Arme hochgereckt und „Allahu Akbar“ gerufen. Dazu sagte die Polizeisprecherin: „Da können wir derzeit nichts bestätigen.“

Ein Zeuge erzählte, insgesamt habe das Verhalten des Mannes „sehr hektisch“ und unkoordiniert gewirkt. Eine andere Frau sagte n-tv, bei der Flucht habe er auf ein Auto eingestochen.