Hamburg/G20: Mit Aufklärung gegen linken Terror – Polizei geht mit beschlagnahmten Waffen an die Öffentlichkeit

In einem Wahn vom revolutionären Kampf rüsten sich Linksextremisten gegen die verhasste Polizei. Beschlagnahmte Waffen verdeutlichen das Ausmaß und sind doch nur die Spitze des Eisberges, wie die Polizei vermutet. Neben Stahlkugeln und Schleudern wurden auch Brandwaffen gegen Polizisten gefunden. Zudem gibt es laut Polizei einen Zulauf militanter Extremisten aus Skandinavien, der Schweiz und Italien in Richtung Hamburg.

Die Zeiten in denen linke Gewalt politisch bagatellisiert und heruntergespielt, teils gar unterstütz wird, müssen endlich vorbei sein.

Heiß soll es hergehen auf der „Welcome to hell“-Demo der „Roten Flora“ beim G20 am Donnerstag ab 19 Uhr. Auf seiner Internetseite kündigte das Demobündnis für den Fall einer vorzeitigen Beendigung der Demonstration durch die Polizei die Linksextremisten dazu auf, „spontan und unberechenbar zu sein und sich in großen Gruppen zu bewegen – laut und sichtbar. Denn wir nehmen uns die Straße wann, wie und wo wir wollen!“, berichtet die „Junge Freiheit“.

Mit Feuer und Stahlkugeln gegen die Polizei

Angesichts des G20-Gipfels in Hamburg ging die Polizei den Weg an die Öffentlichkeit, um die große Gewaltbereitschaft linker Extremisten durch in Hamburg und Rostock beschlagnahmte Waffen aufzuzeigen.

Es ist ein besonderes öffentliches Interesse, diese Dinge Ihnen heute begreifbar zu machen und damit auch der Öffentlichkeit.“

(Ralf Martin Meyer, Polizeipräsident von Hamburg)

Polizeipräsident Meyer stellte die Gegenstände in einer Pressekonferenz vor, um zu verdeutliche, „welche Art von Gewalttaten mit diesen Dingen möglich und höchstwahrscheinlich auch geplant gewesen sind.“

In zwei Wohnungen in Rostock wurden in diesem Zusammenhang gefunden:

Bei den Waffen wird davon ausgegangen, dass sie zur Begehung erheblicher Gewalttaten eingesetzt werden sollten. Es handelt sich hierbei unter anderem um drei Kartons mit Präzisionszwillen, Wurfmesser, Baseballschläger, Schlagringe, ein Teleskopschlagstock, neben legaler auch verbotene Pyrotechnik, mit unbekannter, mutmaßlich brennbarer Flüssigkeit gefüllte Flaschen und Dosen, Gasmasken und ein großer Plastiksack sowie zahlreiche Behältnisse mit unbekanntem Pulver/Chemikalien.“

(Polizei Hamburg, Pressebericht)

Meyer verweist darauf, dass sich sehr wahrscheinlich weitere Gegenstände dieser Art im Besitz der militanten linken Szene befinden.

Wie die „Schleswig-Holsteinische Zeitung“ berichtet, ist die Überzeugung der Fahnder dahin gehend klar, dass diese Gegenstände nur zu einem Zweck dienen sollten: „Gipfelteilnehmer und Polizisten in Hamburg gezielt anzugreifen“.

Das zeigt: Militanz beim G20-Treffen ist nicht nur Theorie, sondern sehr real.“

(Ralf Martin Meyer, Polizeipräsident, Hamburg)

Unter den Gegenständen befanden sich auch mit einem Bitumen-Gemisch gefüllte Feuerlöscher, verwendbar, um damit Polizisten zu besprühen und mit ebenfalls gefundenen Bengalos in Brand zu setzen. Weiterhin wurden Flaschen mit brennbaren Flüssigkeiten gefunden, die im Zusammenhang mit den beschlagnahmten Böllern als Molotow-Cocktails verwendet werden können.

Weiterhin wurden direkte Waffen wie Messer, Baseballschläger, Schlagstöcke und große Zwillen/Schleudern samt Stahlkugeln gefunden.

In Hamburg-Othmarschen fielen bereits am 22. Juni zwei bekannte Berliner Linksextremisten auf, die in einem Klein-LKW verdächtige Utensilien mit sich führten: Sturmhauben, Latexhandschuhe, Reizgas und ein Spezialgerät namens „Jammer“, einem Störsender, mit dem sich Handysignale unterdrücken lassen, um eine Ortung zu verhindern.

„In dem Kleintransporter befand sich auch eine Winterstreugutkiste, die vermutlich als Waffendepot gedacht war, erklärte Jan Hieber vom Landeskriminalamt.

Das ist nur ein winziger Bruchteil dessen, was noch irgendwo lagert, und was die Täter ab Donnerstag in Hamburg einsetzen wollen.“

(Jan Hieber, LKA)

Erst vor einigen Tagen wurde ein Wasserwerfer der linken Szene auf St. Pauli von der Polizei abgeschleppt, der vor dem Haus des Innensenators Andy Grote aufgestellt worden war. Ein Großaufgebot der Polizei rückte an, ein G20-Bezug lag nahe.

Das ausgediente Gerät der 70er-Jahre wurde in Polen aufgetrieben. Sein Kennzeichen: AC AB 1910 (All Cops Are Bastards/1910 das Gründungsjahr des FC St. Pauli). Es wurde wegen einer fehlenden Zulassung in Verwahrung genommen.

Europäische Linksextremisten auf dem Weg nach Hamburg

Laut dem Hamburger Polizeipräsidenten wird damit gerechnet, dass die deutschen Linksextremisten Zulauf von ausländischen Gesinnungsgenossen erhielten. Laut Meyer würden sich Extremisten aus Skandinavien, der Schweiz und aus Italien bereits auf dem Weg nach Hamburg befinden.

Meyer stellt noch klar: „Hier geht es ja wohl nicht um Sitzblockaden, sondern um massive Angriffe“.

Entenwerder zwischen Meinungsfreiheit und Terror-Camp

Polizeisprecher Timo Zwill zum „Protestcamp Entenwerder“: Keine Mobilisierungs- und Rückzugsfläche für militante Extremisten.

Aus Sicht linker Aktivisten und der linken Politik handelte es sich bei dem Einsatz der Polizei um eine illegale Aktion, wie die „sozialistische“ Tageszeitung „Neues Deutschland“ (ehemals Zentralorgan der SED) in einem Videobeitrag schildert. In dem Beitrag geht es allerdings recht einseitig um die Wahrung der Meinungsfreiheit, ohne auf die jüngsten Waffenfunde und den Bezug zu den bewaffneten Militanten anzusprechen.

Siehe auch:

Militante Linke versammelt sich zu Großdemo gegen G20-Gipfel – Aktuell: 4 Polizisten verletzt, Luxusautos abgebrannt, 2 Festnahmen

Polizei und Demonstranten rüsten sich für „Höllendemo“ – Gabriel: G20-Treffen sollten künftig in New York stattfinden

Berlin/Rigaer: Innensenator nennt neuen Angriff der Vermummten „unpolitisch“ – GdP warnt vor falscher Toleranz & tödlichem Ende

Berlin: Polizei-Einsatz endet am „No-Go-Haus“ – Rückzug aus der Straße der Vermummten – Politische Unterstützung fehlt