Haseloff will Kohleausstiegsfonds mit Beteiligung von Unternehmen

Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt schlägt vor, dass die Unternehmen, die sich für den beschleunigten Ausstieg aus der Kohle aussprechen, mit gutem Beispiel vorangehen. Er plädiert für einen nationalen Ausstiegsfond.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident, Reiner Haseloff (CDU), hat einen nationalen Ausstiegsfonds mit Beteiligung von Unternehmen zur Gestaltung des Strukturwandels in den Kohleregionen vorgeschlagen.

„Dass führende deutsche Unternehmen sich beim Kohleausstieg engagieren wollen, begrüße ich“, sagte Haseloff am Donnerstag. Wichtig sei jedoch, dies nicht nur in Worten, sondern auch in Taten zu tun, denn vom Kohleausstieg seien tausende Arbeitsplätze und ganze Regionen betroffen.

„Es wäre ein gutes Signal, wenn die Unternehmen, die sich im Rahmen der Initiative 2° für den beschleunigten Kohleausstieg ausgesprochen haben, dabei mit gutem Beispiel vorangingen.“ Man dürfe jedoch auch nicht vergessen, dass im Jahr 2016 über 40 Prozent des erzeugten Stroms in Deutschland aus Kohle stammen, so der CDU-Politiker.

„Sie trägt mit ihrer Grundlastfähigkeit ganz entscheidend zur Versorgungssicherheit bei.“ Diese dürfe man nicht in Frage stellen. „Der Kohleausstieg muss daher mit Augenmaß und nicht im Schweinsgalopp erfolgen.“

Zudem müsse man für die Menschen in den Kohleregionen Perspektiven schaffen, so der Ministerpräsident. „Wir müssen und werden hier den Strukturwandel vorantreiben. Das geht nicht von heute auf morgen und erfordert Investitionen, damit nicht Tausende in die Arbeitslosigkeit entlassen werden müssen.“ (dts)

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