INSA-Umfrage: „Lichtfest“ oder „Sonne, Mond, Sterne“-Fest – Sollte das Sankt-Martins-Fest umbenannt werden?

Das Sankt-Martins-Fest solle aus "Rücksicht auf Flüchtlinge" und für eine bessere Integration umbenannt werden, fordern einige Lehrkräfte und Politiker. Dabei ist die Mehrheit der Deutschen dagegen – auch Muslime fordern keinen neuen Namen.

Sankt-Martins-Fest oder doch „Sonne, Mond, Sterne“-Fest oder sogar „Lichtfest“? Im vergangen Jahr wurde der Sankt-Martins-Umzug zu einem Politikum.

In Düsseldorf wollten mehrere Kindertagesstätte auf das Fest verzichten – aus „Rücksicht auf die Flüchtlinge“. Es gibt Kindergärten und Schulen, die die Sankt-Martins-Umzüge in „Lichterfest“ umbenennen wollten.

Kita-Betreuer, Schulleiter und Politiker fordern Umbenennung – nicht Muslime

Dabei sind es nicht Muslime, die eine Umbenennung des Festes fordern, sondern einige Kita-Betreuer, Schulleiter und Politiker.

Die Umbenennung sei nötig, „um die Integration zu erleichtern“, sagte beispielsweise Nanette Weidelt im letzten Jahr. Sie ist die Chefin der Düsseldorfer Don-Bosco-Montessori-Schule.

Der Linke-Politiker Rüdiger Sagel schlug vor zwei Jahren sogar vor, St. Martin ganz abzuschaffen. Das Fest solle doch stattdessen in „Sonne, Mond und Sterne“-Fest umbenannt werden, meinte Sagel laut „RP“.

Solche Änderungen sollten gemacht werden, da es verschiedene Religionen, insbesondere einen hohen Anteil muslimischer Kinder in den Kitas gebe. „Ihnen sollte man die christliche Tradition nicht aufdrängen“, sagte Sagel damals.

Doch genau dieses Brauchtum werde gerade von den muslimischen Eltern geschätzt, meinte ein Leiter der Grundschule Sonnenstraße im Interview mit der „Rheinischen Post“. „Sie wollen Martinszüge veranstalten und auch St. Martin feiern. Dabei wird es bleiben“, so der Mann.

Mehrheit der Deutschen gegen Umbenennung

Damit ist er nicht allein: Laut einer aktuellen INSA-Umfrage ist nur jeder elfte Befragte (8,9 Prozent) dafür, das Sankt-Martins-Fest umzubenennen, damit es weniger mit dem Christentum verbunden ist. „Focus“-Online berichtete.

Die große Mehrheit der Befragten (66,3 Prozent) ist gegen eine Umbenennung. Dabei wollen vor allem Wähler der FDP (85,1 Prozent), der AfD (78 Prozent) und der CDU/CSU (74,9 Prozent) keinen neuen Namen.

(as/so)

Mehr dazu:

Rücksicht auf Flüchtlinge: Sankt-Martins-Fest soll in „Lichterfest“ umbenannt werden

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