Integrationsbeauftragte der Länder für Familiennachzug – keine Belastung sondern „Integrationsmotor“

"Wir verstehen den Familiennachzug nicht als Belastung, sondern als Motor der Integration", so Bremens Landesintegrationsbeauftragte Silke Harth.

Die Integrations- und Ausländerbeauftragten der Länder haben von der Bundesregierung ein Ende der Beschränkungen beim Familiennachzug von Flüchtlingen gefordert.

„Wir verstehen den Familiennachzug nicht als Belastung, sondern als Motor der Integration“, erklärte Bremens Landesintegrationsbeauftragte Silke Harth am Freitag im Anschluss an die Jahreskonferenz der Beauftragten in Mainz. „Nur wer seine Familie in Sicherheit weiß, kann sich auf eine neue Lebensperspektive einlassen.“

Wie der rheinland-pfälzische Integrationsbeauftragte Miguel Vicente erklärte, berichteten alle Konferenzteilnehmer über eine ausgeprägte Entsachlichung der Migrations- und Flüchtlingsdebatte. „Wir erleben eine unverhältnismäßige Verschiebung auf Sicherheits- und Abschiebungsfragen, was den Blick auf das Gelingen der Integration versperrt.“

Von der künftigen Bundesregierung erwarten die Integrationsbeauftragten, die Migrationspolitik als eigenständiges Politikfeld in einem Bundesministerium zu verankern.

Die Migrationspolitik solle in einem starken und durchsetzungsfähigen Ministerium angesiedelt werden, das die Zuständigkeit für das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mit übernehmen solle, heißt es in der Abschlusserklärung zur Konferenz. (afp)

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