Jena: Jugendbande attackiert Polizisten in Goethe-Galerie + Video

Sie wollten ihren Kumpanen, einen 20-jährigen syrischen Ladendieb, befreien. Die Polizei hatte alle Hände voll zu tun, um der Sache Herr zu werden. Seit Monaten schon besteht in Jena ein Problem, das manche offenbar nicht wahrhaben mögen.

Die Liste der Städte, die mit jungen Flüchtlingen und Migranten in der Öffentlichkeit Schwierigkeiten haben, wird offenbar immer länger.

In der Goethe-Galerie in Jena bemerkten am Mittwochabend Zeugen einen jungen Syrer, der in einem Geschäft zwei Armbanduhren im Wert von 20 Euro klaute. Der Sicherheitsdienst des Einkaufscenters wurde informiert.

Die beiden Sicherheitskräfte sprachen den jungen Mann an, der mittlerweile das Geschäft verlassen hatte. Dieser schlug daraufhin einem der Sicherheitskräfte mit der Faust in den Nacken.“

(Polizeibericht)

Weitere Schläge konnte der Security abwehren, wobei er sich allerdings an der Hand verletzte. Als die beiden Sicherheitsmänner den 20-Jährigen unter Kontrolle hatten, brachten sie ihn ins Geschäftsbüro.

Auf dem Weg dorthin beleidigte  und beschimpfte er die Mitarbeiter sowie die hinzugezogenen Polizeibeamten.

„Nichtdeutsche“ Jugendbande im Center

Wie die Thüringer Polizei weiter mitteilte, habe der Ladendieb zu einer „Gruppe junger Leute, nichtdeutscher Herkunft“ gehört, die in der Vergangenheit in der Goethe-Galerie, dem Ernst-Abbe-Platz und im dortigen Schellrestaurant bereits mehrfach negativ aufgefallen sei.

Nun sollte gegen diese durch den Sicherheitsdienst ein Hausverbot ausgesprochen werden. Die anwesenden Polizisten wurden zur Erhebung der Personalien dazugebeten. Doch die Situation eskalierte.

Ein 17-jähriger Syrer verwehrte sich aggressiv der Maßnahme und musste letztlich mit Handfesseln am Boden fixiert werden, um weitere Gefahren zu unterbinden. Dabei wehrte er sich heftig durch Schlagen und Treten.“

(Polizei Thüringen)

Immer mehr Mitglieder der Gruppe seien hinzugekommen und verhielten sich aggressiv gegenüber den Polizisten, zerrten an ihren Uniformen, „bedrängten und stießen sie“. Einem der Beamten versuchten sie gar in den Unterleib zu treten. Ihr Ziel war die Befreiung ihres diebischen Kumpanen.

Die Beamten drohten den Einsatz von Pfefferspray an, worauf sich die Situation langsam beruhigte.

Die „Scheiß Deutschen“

Als man den 17-Jährigen schließlich zum Polizeiauto bringen wollte, fuhr er mit seinen Beschimpfungen gegenüber den Polizisten fort:

Dabei rief er: ‚Ihr Scheiß-Deutschen werdet noch sehen‘, ‚Du Scheiß-Deutscher hast mir gar nichts zu sagen‘ sowie ‚Kurdistan über alles‘.“

(Landespolizeiinspektion Jena)

Der 17-jährige Syrer und ein weiterer Jugendlicher blieben daraufhin über Nacht in Polizeigewahrsam.

Die Polizei bittet um Mithilfe der Bevölkerung unter Telefon 03641 / 81 1123 und  fragt:

  • Wer hat den Vorfall in der Goethegalerie gesehen?
  • Wer hat Videoaufzeichnungen oder Fotos des Geschehens gemacht.Passanten filmten und fotografierten die Auseinandersetzungen.

Ermittlungen wegen Widerstand, Gefangenenbefreiung, versuchter Körperverletzung, Beleidigung und Volksverhetzung laufen.

 

Jenas Plagegeister

Offenbar hat es sich bei den Vorkommnissen in der Goethe-Galerie nicht mehr nur um bedauerliche Einzelfälle gehandelt, sondern das Unkraut wuchert schon vielerorts in der Stadt.

Die Gruppierung junger Leute nichtdeutscher Herkunft beschäftigt die Jenaer Polizei und die Staatsanwaltschaft bereits seit mehreren Monaten an wechselnden Orten zwischen Innenstadt, Paradies und Lobeda.“

(Polizei Jena)

Auch beim Management der Goethe-Galerie ist man sich des Problems längst bewusst, und dass es Gruppen junger Leute aller Nationalitäten gebe, die sich im Einkaufszentrum längere Zeit aufhalten und auch Besucher belästigen würden, so Centermanager Michael Holz laut „Ostthüringische Zeitung“.

Während all dessen betont Jenas Oberbürgermeister Albrecht Schröter (SPD) noch, dass die große Mehrheit der geflüchteten Menschen in der Stadt im Einklang mit dem Gesetz leben und sich vollkommen unauffällig verhalten würden, während er gleichzeitig Bestrafung fordert. Andere Politiker sehen allerdings schon deutlich die schlimme Tendenz der Vorfälle.

Wir erleben aktuell eine besorgniserregende Entwicklung. Wer Polizeibeamte angreift, beschimpft und beleidigt, überschreitet deutlich die Grenze dessen, was in einer Gesellschaft toleriert werden kann und darf.“

(Guntram Wothly, CDU-Vorsitzender Jena)

Angesichts dessen und dem verzweifelten Aufruf der Polizei nach Einsendung von Videoaufnahmen der Geschehnisse befürwortete Wothly entschieden die längst überfällige „Einführung der viel diskutierten Bodycams“.

Siehe auch:

Empörung in Cottbus: Wo bleibt „staatliche Schutzfunktion für die Kommunen“? – Oberbürgermeister steht zu Aufnahmestopp

 

 

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