Kölner Türsteher berichtet: „Das war wie im Bürgerkrieg“ (Video)

Gewalt und Chaos der Kölner Silvesternacht erlebte der Türsteher des Hotels Excelsior hautnah und stundenlang mit. "Das war wie im Bürgerkrieg" sagte er zu T-Online. Der erfahrene Kampfsport-Trainer musste selbst mehrfach Gewalt anwenden.

Das Hotel "Excelsior" in Köln ist ein Fünfsternehotel nordwestlich vom Dom, auf der anderen Straßenseite gelegen.

Es befindet sich seitlich des direkten Weges zwischen dem Bahnhofsvorplatz und der Domplatte, die von hier aus einsehbar ist.

Ivan Jurcevic war an Silvester Türsteher des Fünf-Sterne-Hauses. Im Interview mit T-Online erzählte er von Scharen von randalierenden Nordafrikanern, einer total überforderten Polizei und sagt: "Das war wie im Bürgerkrieg."

"Selbst gestandene Polizisten haben zu mir gesagt, sie hätten das noch nie erlebt."

"Come with me!"

Es ging gegen 19 Uhr los. Sie kamen in Gruppen: "6er-Gruppen, 10er-Gruppen, 12er-Gruppen von Nordafrikanern. So etwas habe ich noch nie gesehen", schildert der Sicherheitsmann seine Beobachtungen.

Sie hatten Bier- und Schnapsflaschen in den Händen, die meisten seien schon "rumgetorkelt" und hätten Hotelgäste angeschnorrt, die am Eingang eine Zigarette rauchten: "Gib mal Zigarette!"

Auch die weiblichen Hotelgäste wurden von ihnen angemacht, mit eindeutigen Sprüchen: "Come with me!"

„Im Laufe des Abends kamen immer wieder Frauen zu mir, die fragten, ob sie bei mir stehen bleiben könnten, damit ich auf sie aufpasse – ich wusste erst gar nicht, worum es geht“, berichtet er. „Ich dachte immer das wäre rechte Propaganda, aber das war alles echt. Mädchen standen zitternd vor mir: Bitte, bitte können wir bei Dir stehen bleiben, wir haben Angst vor denen, die verfolgen uns die ganze Zeit.“

Er habe mehrfach zuschlagen müssen, denn wenn er die Frauen vor den Aggressoren beschützt habe, gingen diese auf ihn los. „Ich habe das noch nie erlebt“, so der Türsteher.

Bürgerkriegsähnliche Zustände

Ab 22 Uhr eskaliert die Situation dann auf der nahen Domplatte, Böller fliegen und Raketen werden in Menschenmengen geschossen. Zwei junge Frauen fliehen zu Ivan Jurcevic, bitten um Hilfe, weil sie verfolgt werden.

Kurz darauf stehen einige Nordafrikaner vor dem Security und bedrohen ihn. "Ich bin 1,98 Meter groß und wiege 130 Kilo. Mit mir ist im Notfall nicht gut Kirschen essen", erklärt der erfahrene Kampfsporttrainer dem Journalist. Doch die angetrunkenen Nordafrikaner sind zu aggressiv und zu fixiert auf ihre vermeintliche Beute, die beiden jungen Frauen. Sie greifen ihn an.

Jurcevic haut einen der Angreifer von den Füßen, zieht sich mit den Mädchen in den Hoteleingang zurück. Die Nordafrikaner rücken nach, wütend und bedrohlich greifen sie wieder an.

"Da habe ich einem vor die Brust getreten, dass er drei Meter durch die Luft geflogen ist. Dann war erst mal Ruhe", erinnert sich der gebürtige Kroate, der seit 40 Jahren in Deutschland lebt.

Die Angreifer erkennen ihre Unterlegenheit und ziehen sich zurück, nicht ohne Beschimpfungen und Drohungen: "Wir kommen wieder und machen dich kalt", rufen sie auf englisch.

Ausnahmezustand am Dom und vor dem Hotel

Die Hoteldirektion bittet die Gäste, nicht mehr zum Rauchen vor das Hotel zu gehen. Die Situation ist zu gefährlich. Die Gäste schauen vom ersten Stock auf das Geschehen vor dem Dom, der Schrecken ist in ihren Gesichtern zu erkennen.

Hundertschaften der Bereitschaftspolizei ziehen auf. Sie werden mit Feuerwerk beschossen, kann Jurcevic beobachten. Sie scheinen auch Angst zu haben.

Ab 23.30 Uhr wird der nahegelegene Bahnhofsvorplatz von der Polizei geräumt, hier wurde auch auf Menschen geböllert und mit Raketen in die Menge geschossen. Hier geschahen auch viele der Sex-Klau-Attacken. Der Platz stand lange Zeit unter Kontrolle der Nordafrikaner.

Menschenjagd und überforderte Polizei

Auch vor dem "Excelsior" finden Schlägereien statt. Nach Mitternacht wird überall in der Gegend geprügelt. Der Türsteher sieht eine Messerstecherrei. Die nordafrikanischen Araber machen auch Jagd auf Schwarzafrikaner und prügeln sich untereinander.

Jurcevic sieht, wie einer einem anderen eine Flasche über den Kopf haut. Der Getroffene geht zu Boden, ist bewusstlos. Doch das kümmert den aggressiven Schläger nicht, er fängt an, auf den Kopf des Bewusstlosen einzutreten. Ivan Jurcevic und der Türsteher einer benachbarten Kneipe greifen ein, retten ihm vermutlich das Leben.

Die Polizei verhaftet den Täter, muss daraufhin einundhalb Stunden auf einen Gefangenen-Transport warten, der dann doch nicht kommt, weil alle Zellen bereits überfüllt sind. In der Zeit, wo sie ihn bewacht hatten, mussten sie bei anderen Straftaten machtlos zusehen, weil sie zu wenige waren. Der Schläger wird freigelassen und spuckt beim Abschied auf die Windschutzscheibe des Polizeiwagens und schreit Jurcevic ins Gesicht: "Fuck the police!". Dem Türsteher gehen die Nerven durch. Er schlägt den Mann zu Boden.

Auch die S-Bahn im Hauptbahnhof war gesperrt. Nordafrikaner, Araber, liefen auf den Schienen herum und griffen Passanten an. Es gab Verfolgungsjagden mit der Polizei.

„Die haben Gäste angepöbelt, angespuckt, die haben Polizisten angespuckt, die haben Leute auf dem Boden liegend mit dem Fuß auf den Kopf getreten. Die Polizei konnte nichts machen.“ so Jurcevic. Er befürchtet, dass dies erst der Anfang war und die Lage im Karneval total eskalieren wird.

Das Ende einer Horror-Nacht

Erst im Morgengrauen verlieren die Angriffe an Intensität und die nordafrikanischen "Horden" ziehen sich zurück, einige Schnapsleichen zurücklassend.

Langsam beginnt die völlig überrumpelte Polizei das Ausmaß der Ereignisse der Nacht zu erahnen.

Die Anzeigen der sexuell attackierten und bestohlenen Frauen gehen nur langsam ein. Angst und Scham sind noch zu präsent. 

Bis heute zählt die Polizei schon 100 Anzeigen, wohl erst der Anfang. Eine Frau soll vergewaltigt worden sein. Sogar einer Zivilpolizistin wurde in die Hose gefasst. Ein Ermittler sagte dem Kölner Express: "Die weiblichen Opfer wurden so übel bedrängt, dass sie Hämatome im Brust- und Gesäßbereich hatten." Viele wurden intim begrapscht, einem Mädchen (20) wurde der Slip vom Körper gerissen. Viele schreckliche Dinge geschahen in dieser Nacht in Köln. Auch aus anderen Städten werden ähnliche Vorkommnisse gemeldet, Hamburg, Stuttgart, Bielefeld, Leverkusen, wenn auch nicht in diesem Ausmaß.

Die Polizisten sind selbst fassungslos, müssen das Erlebte erst einmal verarbeiten. Immer wieder wurden bei der Polizei Stellen abgebaut. Die verkündete harte Vorgehensweise des Rechtsstaates hat kaum Chancen auf Erfolg, denn die Identifikation der Täter ist schwer zu realisieren, selbst die Videoaufnahmen sind zu ungenau, die Menschenmasse zu groß.

Auch wenn einer gefasst wird, besteht kaum eine Chance auf Abschiebung, denn "Strafverfahren haben keine Auswirkungen auf Asylverfahren", so der Bundesvorsitzende der Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt.

In all dieser Hilflosigkeit der Polizei und Justiz treten nun Gerüchte auf, das Neonazis in Kürze in Köln Jagd auf Nordafrikaner machen wollen. Auch Ivan Jurcevic hat davon gehört. Und wieder steht die Kölner Polizei zwischen den Fronten und soll die Täter von gestern gegen die Rache eines gewaltbereiten Teils der Bevölkerung verteidigen. (Quelle: T-Online(sm)

Lange Zeit hielt der gebürtige Kroate Ivan Jurcevic die Videos und Geschichten für rechte Propaganda, bis er sie selbst erlebte.  

https://youtube.com/watch?v=BXcfy0sm8Ho

Siehe auch:

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