Merkel lehnt Treffen mit Front-National-Kandidatin Le Pen kategorisch ab

"Es ist offensichtlich, dass es zwischen der Politik, für die der Front National steht, und der Politik dieser Bundesregierung überhaupt keine Berührungspunkte gibt", sagte Angela Merkels Sprecher Steffen Seibert am Freitag.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lehnt ein Treffen mit der französischen Präsidentschaftskandidatin der Front National, Marine Le Pen, kategorisch ab.

„Es ist offensichtlich, dass es zwischen der Politik, für die der Front National steht, und der Politik dieser Bundesregierung überhaupt keine Berührungspunkte gibt“, sagte Merkels Sprecher Steffen Seibert am Freitag. Am Montag kommt die Kanzlerin mit dem konservativen französischen Präsidentschaftskandidaten François Fillon in Berlin zusammen.

Seibert sagte, das Treffen mit Fillon sei Bestandteil des sehr engen politischen Kontakts zwischen Deutschland und Frankreich. Es handele sich nicht um eine Einmischung in den Wahlkampf, sondern um ein „geübtes Verfahren“.

Merkel habe vor der französischen Präsidentschaftswahl 2007 auch den damaligen konservativen Kandidaten Nicolas Sarkozy und die sozialistische Kandidatin Ségolène Royal getroffen, sagte Seibert. Vor der Wahl 2012 in Frankreich verwehrte die Kanzlerin dann allerdings dem sozialistischen Kandidaten François Hollande ein Treffen und unterstützte Präsident Sarkozy.

Le Pen kommt am Samstag zu einer Veranstaltung nach Koblenz. Dort tritt sie erstmals gemeinsam mit AfD-Chefin Frauke Petry auf.  (afp)