Mordfall Maria: Täter vergewaltigte schon 12-Jährige in Afghanistan – Mord in Freiburg war „Blitz-Attacke“

Bisher sind schon drei schwere Straftaten von Hussein K., dem Mörder der 19-jährigen Medizinstudentin Maria Ladenburger in Freiburg bekannt. Folgen weitere im Laufe der Ermittlungen?

Wie über den Mörder und Vergewaltiger der Freiburger Studentin Maria Ladenburger (19), Hussein Khavari (19?, 22?), am zweiten Verhandlungstag im Prozess am Freiburger Gericht bekannt wurde, hatte dieser bereits als 14-Jähriger in Afghanistan ein 12-jähriges Mädchen vergewaltigt.

Die Betroffenen Familien hätten sich damals auf eine Prügelstrafe geeinigt.

Dies hatte der Angeklagte in Untersuchungshaft einem Mithäftling gestanden, berichtete der „Focus“.

Der vermutlich zweite Fall von brutaler Gewalt gegen eine junge Frau fand im Mai 2013 in Griechenland statt. Damals war Hussein K. möglicherweise 15 Jahre alt. Der Fall wurde von Bundesinnenminister Thomas de Maizière bei Khavaris Verhaftung bestätigt.

Khavari wurde zu zehn Jahren Jugendhaft verurteilt, aber bereits 2015 vorzeitig freigelassen. Er verschwand daraufhin nach Deutschland.

Im Oktober 2016 vergewaltigte und ermordete er dann die 19-jährige Studentin, weswegen er derzeit in Freiburg vor Gericht steht.

Profiler Petermann analysiert

Laut dem ehemaligen Mordkommissar und bekannten Profiler Axel Petermann hatte Khavari sein Opfer wohl zufällig gewählt. „Focus“  sprach mit dem Experten und Buchautoren („Der Profiler. Ein Spezialist für ungeklärte Morde berichtet“).

Es handelte sich offenbar um einen Überraschungsangriff, eine sogenannte Blitz-Attacke. Wäre die Studentin ein ausgewähltes Opfer gewesen, hätte der Täter Maria L. aufgelauert oder sogar zuvor Kontakt mit ihr aufgenommen.“

(Axel Petermann, Kriminologe)

Wie der Kriminologe analysierte, ging es dem Angeklagten um Macht über sein Opfer:

Es ging nicht um Wut, sondern um MachtDie Tat war grausam, auch weil Maria L. Bisswunden am Körper hatte. Doch hätte Hussein K. aus blanker Wut gehandelt, wäre es vermutlich nicht bei solchen Wunden geblieben.“

(Axel Petermann)

Dafür spreche auch sein bizarres Facebook-Profil vom März 2016, einem Wolfsmenschen, der sich über eine junge Frau beugt.

Am morgigen Mittwoch wird der Fall am dritten Verhandlungstag fortgesetzt.