Nach linker Gewalt: Liberale halten deutsche Hochschulen für nicht mehr sicher

"Nach den letzten Ereignissen an der Universität Hamburg, wo ein Mitglied einer studentischen Verbindung von Vermummten nach einer StuPa-Sitzung körperlich angegriffen und verletzt wurde, sehen wir die Meinungsfreiheit und körperliche Unversehrtheit unserer Mitglieder ernstlich in Gefahr," schreibt der Bundesvorsitzende der Liberalen Hochschulgruppen Johannes Dallheimer.

Der Bundesvorsitzende der Liberalen Hochschulgruppen (LHG) in Deutschland hat alle seine Mitglieder in einer Mail dazu aufgerufen, sich nicht mehr „alleine vor und nach der studentischen Gremienarbeit, insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit auf dem universitären Gelände aufzuhalten“. Zudem rät er, „möglichst in Gruppen zusammenzubleiben.“

Anlass für das Rundschreiben des LHG-Vorsitzenden Johannes Dallheimerwar ein Angriff vermummter Linksradikaler auf Maurice Gesser.

Nach einer Sitzung des Studentenparlaments (StuPa) der Universität Hamburg wurde der Vertreter des Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) körperlich angegriffen und verletzt.

Gesser schrieb nach der Attacke auf Facebook: „Heute bin ich für den RCDS ins StuPa nachgerückt. In der Pause lauerte mir dann die AntiFa auf und wollte mich aus dem Sitzungssaal drängen, als Corps hätte ich dort nichts zu suchen. Ende vom Lied ohne Aggressionen meiner Seits wurde ich gegen den Brustkorb getreten und bekam einen Faustschlag verpasst. Die Linke hat eine eigene SA. Wir müssen endlich mit dem Schönreden aufhören und den gewalttätigen Linkenextremismus an deutschen Unis bekämpfen. Vor allem an der Uni Hamburg.“

„Meinungsfreiheit und körperliche Unversehrtheit“ von LHG-Mitgliedern in Gefahr

Dallheimer zeigt sich wegen der Attacke zutiefst besorgt: Der Angriff zeige ihm, dass die „Meinungsfreiheit und körperliche Unversehrtheit“ seiner Mitglieder ernsthaft in Gefahr sei.

In seinem Rundschreiben heißt es:

„Liebe Mitglieder der Liberalen Hochschulgruppen,

nach den letzten Ereignissen an der Universität Hamburg, wo ein Mitglied einer studentischen Verbindung von Vermummten nach einer StuPa-Sitzung körperlich angegriffen und verletzt wurde, sehen wir die Meinungsfreiheit und körperliche Unversehrtheit unserer Mitglieder ernstlich in Gefahr.

Daher warnen wir davor, sich alleine vor und nach der studentischen Gremienarbeit, insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit auf dem universitären Gelände aufzuhalten und raten, möglichst in Gruppen zusammenzubleiben.

Der Bundesverband wird sich in Zusammenarbeit mit seinen Gruppen weiterhin entschieden gegen jede Gewalt und Extremismus von links und rechts wehren und Diskussionen mit Argumenten, nicht mit Fäusten führen. Jeden Angriff werden wir konsequent zur Anzeige bringen, hierbei stehen wir den Gruppen stets beratend zur Seite.

Mit freundlichen Grüßen
Johannes Dallheimer
Bundesvorsitzender“

RCDS fordert: Demokratieerklärung wieder einführen

Der RCDS fordert nun: „Als Konsequenz aus den Vorfällen an der Universität Hamburg fordert der RCDS die Wiedereinführung der Demokratieerklärung. Außerdem muss die Zusammenarbeit der Studentenschaften und Hochschulen mit als extremistisch eingestuften Organisationen verboten werden!“

(so)

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