Öhringen: Messerstecherei mit Flüchtlingen vor Kleinstadt-Disco: Antanz-Streit eskalierte

Was für deutsche Großstädte fast schon normal ist, ist in Kleinstädten eher selten. Durch die Veränderungen der großen Migrationswelle verschwindet allerdings der "Kleinstadtbonus" immer mehr. So auch in diesem Fall im beschaulichen Öhringen, bei dem eine kleine Streiterei mit tumultartigen Szenen und drei zum Teil Schwerverletzten im Krankenhaus endete.

Es war am vergangenen Wochenende, am frühen Sonntagmorgen in einer kleinen Diskothek im Zeilbaumweg der Kreisstadt Öhringen in Baden-Württemberg. Ein Streit zwischen Deutschen und Asylbewerbern eines nahe gelegenen Flüchtlingsheims eskaliert.

Offenbar hatte einer der Migranten die Freundin eines der Gäste "angetanzt". Über den genauen Verlauf ist noch nichts bekannt, außer dass sich die Streitereien vor die Diskothek verlegten. Allerdings wurde von beiden Seiten her "Verstärkung" besorgt, es kam kurz vor 5 Uhr zu tumultartigen Auseinandersetzungen vor dem Gebäude, wie die "Heilbronner Stimme" meldete.

Messer und Schottersteine

Dabei sollen faustgroße Schottersteine geflogen sein und es wurden auch Messer eingesetzt. Drei der Kontrahenten kamen mit Verletzungen ins Krankenhaus: Ein Syrer (34) erlitt eine schwere Kopfverletzung und zwei deutsche Staatsangehörige (20, 20) erlitten Stichverletzungen. Lebensgefahr besteht glücklicherweise bei keinem. 

Weiterhin entstand Sachschaden an einem geparkten Fahrzeug.

Die Polizei nahm zwei Asylbewerber fest, die im Laufe des Montags wieder auf freien Fuß gesetzt wurden. Der genaue Hergang der Ereignisse wird noch ermittelt.

Die Kriminalpolizei Künzelsau bittet Zeugen des Tumults um Hinweise zu dessen Beginn auf der Tanzfläche, dem weiteren Hergang, Personen und den beteiligten Nationalitäten des Vorfalls. Auch sind sachdienliche Hinweise zu Fundstücken, wie eventuell weggeworfenen Messern oder sonstigen Stichwerkzeugen erwünscht. (sm)

Kontakt: Kriminalpolizei Künzelsau, Telefon 07941-9400