Ökonom plädiert für Abschaffung der Zeitumstellung

Der Ökonom Korbinian von Blanckenburg spricht sich für eine Abschaffung der Zeitumstellung aus: "Aus volkswirtschaftlicher Sicht ist die Zeitumstellung mehr als fraglich. Der ursprüngliche Zweck der Energieersparnis wird klar verfehlt".

Der Ökonom Korbinian von Blanckenburg hat sich für eine Abschaffung der Zeitumstellung ausgesprochen. „Aus volkswirtschaftlicher Sicht ist die Zeitumstellung mehr als fraglich. Der ursprüngliche Zweck der Energieersparnis wird klar verfehlt“, sagte der Professor an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe dem „Handelsblatt“.

„Die Politik sollte die Zeitumstellung endlich abschaffen.“ Dabei wäre aus Sicht des Forschers eine europäische Lösung sinnvoll. „Für die EU eine echte Chance, denn in allen Mitgliedsländern wird die Zeitumstellung von der Bevölkerung weitestgehend abgelehnt.“

Seine Forderung begründete von Blanckenburg mit aktuellen Studien. Danach zeige sich, dass ein System mit einer ganzjährigen Sommerzeit der Zeitumstellung in Bezug auf die Stromersparnis überlegen sei.

„Dies liegt daran, dass der Hauptstromverbrauch der Haushalte in den Abendstunden stattfindet und stark von der Helligkeit abhängig ist“, erläuterte der Ökonom.

„Eine ganzjährige Sommerzeit nutzt die Abendhelligkeit am besten aus und führt damit zu einem geringeren Verbrauch als die Zeitumstellung oder eine ganzjährige Winterzeit.“

Hinzu kämen andere „schwer abzuschätzende volkswirtschaftliche Kosten der Zeitumstellung“, etwa in Form von „Nutzenverlusten“ durch geringere Produktivität oder Gesundheitsstörungen. (dts)

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