Originaltext der Rede von Martin Schulz + Video

Am 19. März 2017 wurde Martin Schulz zum Kanzlerkandidaten und künftigen SPD-Vorsitzenden gewählt. Zur Dokumentation gibt es hier Hinweise zum vollständigen Text und das Video seiner Rede.

Am 19. März 2017 wurde Martin Schulz zum Kanzlerkandidaten und künftigen SPD-Vorsitzenden gewählt. Die Antrittsrede beginnt so (vollständiger Text hier):

„Liebe Genossinnen und Genossen,
ich bewerbe mich heute um den Parteivorsitz der ältesten Partei in diesem Lande. Ich bewerbe mich um den Vorsitz einer 153 Jahre alten Partei, die – Sigmar Gabriel hat das gerade in beeindruckender Weise gesagt – im Gegensatz zu andere n Parteien nie ihren Namen ändern musste und die trotzdem oder vielleicht gerade deshalb Kaiserreich, Kriege,  Diktaturen überlebt hat und die die Demokratie in Ost- und in Westdeutschland mit aufgebaut hat …“

Einige Zitate:

„Bei unserem Programm wird es um Gerechtigkeit, um Respekt und um Würde gehen.“

„Für die, die es wollen, wollen wir einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in der Grundschule einführen. Genau das ist im Interesse der Vereinbarkeit von Familie und Beruf der Eltern und von mehr Chancengleichheit der Kinder.“

„Mich hat sehr beeindruckt, wie nach der Wahl in den Vereinigten Staaten zum Beispiel Hunderttausende- und weltweit sogar Millionen- Frauen gegen Donald Trump demonstriert und dadurch seine frauenfeindlichen, demokratiefeindlichen und rassistischen Äußerungen zurückgewiesen haben.“
„Aber wir brauchen nicht in die USA zu fahren, um den Versuch zu beobachten, wie in westlichen Staaten das Rad der Freiheit zurückgedreht werden soll. Schaut in die Türkei, schaut nach Ungarn, schaut nach Polen: Medien werden malträtiert, die Opposition wird behindert oder unterdrückt,und Kunst und Kultur werden beschnitten. Das sind Entwicklungen, gegen die wir uns wehren müssen.“

Eine Gesellschaft, die gerechter ist und in der soziale Sicherheit existiert, sei zudem widerstandsfähiger: „Nicht so anfällig für die einfachen Botschaften der Verführer, die inzwischen weltweit ihr Unwesen treiben.“

Den Gegnern von Freiheit und Demokratie entgegnet er: „In der SPD habt Ihr den entschiedensten Gegner, den man haben kann!“

„Wir wollen, dass die SPD die stärkste politische Kraft nach der Bundestagswahl wird.“ Unter Beifall fügte er hinzu: „Und ich will der nächste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland werden.“

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