15.000 Teilnehmer bei Pegida-Demo in Dresden: Gründung der „Pegida-Partei“ bejubelt (14.09.2015)

15.000 Menschen waren laut Schätzungen des Pegida "Orga-Teams" auf dem Neumarkt. Die Dresdner Polizei äußerte sich nicht. DPA sprach von "erstmals seit Monaten wieder mehr als 5.000".

Laut Augenzeugen und Google-Maps hatte der Demonstrationszug eine Länge von 1,5 Kilometern. Die Nachricht des Abends war die von Lutz Bachmann verkündete Gründung einer Pegida-Partei. 
Das war der Live-Ticker:
20:44 Uhr: "Wir kommen wieder"-Rufe der Demonstranten beschließen die Versammlung. Die Demo ist offiziell beendet. 
20:42 Uhr: "Ihr Völker der Welt, schaut auf diese Stadt", ruft Kai, bevor er zum Schlussritual übergeht. Die Pegiden singen die Nationalhymne. 
20:40 Uhr: Lutz Bachmann verkündet, dass nächstes Woche auf dem Theaterplatz demonstriert wird, weil der Platz vor der Frauenkirche nicht mehr ausreichen werde. Bachmann spricht einen „Riesendank an alle Ordner“ aus. Es habe einen Zwischenfall an der Altmarktgalerie gegeben, der jedoch von anwesenden Ordnern und "besonnenen Patrioten, die sich nicht provozieren ließen", deeskalierend behandelt wurde.
20:19 Uhr: Teil 2 geht los. Lutz Bachmann begrüßt "die Stimme" Horst. 
„Fallt auf diese Lüge nicht rein“, sagt Horst zur angeblichen Kontrolle der Grenzen. Seine Rede belegte den gesamten Teil 2.
„Eine Katastrophe bekämpft man nicht damit, dass man das eigene Land in ein Katastrophengebiet verwandelt. Die Scharen verbreiten sich Tsunami-mäßig über das gelobte Land. Die Gerufenen haben weltweit die Aufforderung gehört. Sie verlassen das Land ihrer Väter, stellen ihr Taxi ab oder ihren Kleinhandel ein, von dem sie bisher gelebt haben und machen sich auf ins Land der Glückseligkeit.“ Das Land, in dem man in einem Monat mehr verdiene, als woanders in einem Jahr. Ein Land, in dem man sich kostenlos die Zähne richten lassen könne …
„Sie hat sie gerufen. Und sie kommen. Sie sind aufgebrochen – und das nicht nur aus Syrien! Sie wurden gerufen von der Befreierin. Von der Mutter Theresa der arabischen Welt, des Balkans und vieler Länder dieser Erde … ANGELA MERKEL hat diese verbale Atombombe gezündet und das Epizentrum liegt über Deutschland und Europa, meine Freunde!“ (Wütende „Merkel muss weg!“- und „Volksverräter!“-Chöre.)
„Wenn ich Herz und Verstand ausschalte was bleibt dann?“, fragt Horst.
Wenn ich Herz und Verstand nicht mehr über das Gewissen wachen lasse, bleibt noch das Geschlecht, der Orgasmus. Aber was bleibe übrig, wenn „der Dauerorgasmus“ derer vorbei sei, die jetzt jubelnd an den Bahnsteigen stehen? „Toleranz und Buntsein ist die billigst Art von Feigheit“, so Horst.

„Und so jubeln sie den Menschen entgegen, die auch sie eines Tages zum Weinen bringen werden. Das ist ein Tanz auf Gräbern!“ Das „selbstverständliche Recht auf Unversehrtheit und ein lebenswertes Leben“ müsse zuerst „in der eigenen Heimat und für alle Deutschen der gewährleistet werden“, fordert er. Da in Großbritannien vergangene Woche die Rekordzahl der verhafteten Terroristen wieder gebrochen wurde, vermutet er: „Die Infiltrierung durch Schattenarmeen hat bereits begonnen.“ Unbestritten seien unter den Migrantenscharen Menschen, die Mord und Totschlag erlebt und Familienmitglieder verloren hätten.
Aber eben jener Mord und Totschlag sei nun in Form des Salafismus in Deutschland eingekehrt, „denn keine Logistik ist in der Lage, das bei einem solchen Ansturm zu bewältigen.“ Die Sender, die heute Flüchtlingsgalas austrahlten berichteten doch noch vor zwei Jahren über Parallelwelten, Gewalt, Vergewaltigung und die Integrationsverweigerung von hier Aufgewachsenen. Horst erinnerte an die selbsternannte Sharia-Polizisten, die durch Großstädte liefen.
„Das ist der Aderlass unserer eigenen Kultur bis zum Tode“, sagt Horst zur jetzigen muslimischen Masseneinwanderung. „Wenn eine Religion es nicht schafft, in ihrer ureigensten Gemeinschaft friedlich zu leben, wie soll sie dann unter vielen Religionen friedlich leben?“, fragt er. Er meint: „Wir verteidigen Demokratie, Werte, Kultur und Menschenrechte nicht mehr nur am Hindukusch, wie Merkel einst sagte, sondern mittlerweile in der kleinsten Gasse und dem kleinsten Dorf unserer Landes!“
Was mag in einem Soldaten oder Polizisten vorgehen, der von einem Auslandseinsatz zurückkomme und hier auf einmal „in die gleichen Gesichter voller Hass“ und „ideologischer Verblendung“ schaue, mit denen er andernorts zu tun gehabt habe?
„Freie Völker dieser Welt, schaut auf dieses Land, wir werden von Wahnsinnigen regiert!“, ruft Horst in den Nachthimmel über Dresden.
Die rote Linie, die er in seiner letzten Rede erwähnt habe, sei längst überschritten. „Getrieben von der Arroganz ihrer Macht ist diese Regierung im letzen Zucken ihrer Unfähigkeit und bereit alles zu opfern.“ (Volksverräter-Chöre.)
„Europa ist gescheitert.“, so Horst, der davon ausgeht, dass wegen der Massenmigration die Sozialsysteme zusammenbrechen werden und bürgerkriegsähnliche Zustände folgen. „Wir stehen vor dem größten Scherbenhaufen der Nachkriegsgeschichte. In diesem Land werden CDU, SPD, Grüne und Linke für unabsehbare Zeit für den Wähler unwählbar. Verträge die zum Teil heute schon gebrochen werden, werden für nichtig erklärt werden. So manches Land wird seine Armee zu Hilfe holen müssen.“Das Traurige und Perfide aber sei, das Feindbild der anderen Europäer „wird wieder Deutschland sein, WEIL WIR ES ZUGELASSEN HABEN!“, ruft Horst der Menge zu.
„Noch nie ist in der Vergangenheit ein dunkel pigmentierter Mensch gestorben, weil ich eine Packung Schokoladen-Schaumgebäck verzehrt habe. Und nie habe ich einem Sinti oder Roma Schaden zugefügt durch den Verzehr eines ‚Zigeunerschnitzels‘. Aber jene die an meiner Ausdrucksweise Anstoß genommen haben, sie haben Schuld.“ Und dann zählt er eine Reihe von Verbrechen auf, mit denen er in Zukunft rechnet. Die selbsternannten Gutmenschen hätten Schuld an Mord und Totschlag, Schuld an Verfolgung und Hetze, an Vergewaltigung und Überfall. „Sie müssen diese Schuld tragen und wir werden sie zur Verantwortung ziehen“, kündigt er an. Bis es so weit sei, werde man auf die Straße gehen müssen.
"Wir werden zusammenhalten müssen mit dem gleichen Mut und der gleichen Leidenschaft, wie wir er heute abend tun."
20:18 Uhr: Der Pegida-Zug war enorm lang: Er ging über den Fürstenzug zum Theaterplatz über das Italienische Dörfchen Richtung Landtag. Vor dem Landtag wurde in Richtung Haus der Presse abgebogen und dann ging es auf der Ostra-Allee an den Zwingerteichen entlang. Als die ersten Demonstranten auf den Neumarkt zurückkamen war das Ende des Zuges am Landtag. Laut Google-Maps hatte der Demonstrationszug damit eine Länge von 1,5 Kilometern.
Die Polizei war in normalen Uniformen und völlig entspannt in nur geringem Aufgebot vor Ort.
19:50 Uhr: Weitere Fotos vom Pegida-Facebook:

19:10 Uhr: Der Spaziergang ist eröffnet. Er wird heute wieder am Fürstenzug entlang führen.
19:05 Uhr: Siegrfried Daebritz ist der nächste Redner.

 "Wir haben hier ein akutes Problem. Machen wir uns nichts vor. Die Maßnahmen der „Kontrollen“ sind Opium für´s Volk. Die Grenzen sind grün, lang und offen wie Scheunentore.“
„Habt ihr mal gehört, wo die Flüchtlinge herkommen? Aus Kriegs und Krisengebieten. Was ist mit uns hier nach 70 Jahren Frieden und der Abschaffung der Bundeswehr?“ Falls es zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen komme, sähe Deutschland alt aus. Auch schon falls es kalt wird, falls es kein Geld mehr gibt, oder falls Migranten wieder nach Hause müssten, könnte deren Aggressions-Level enorm werden.
Daebritz findet es sehr bedenklich, dass nun auch in aktiven Bundeswehr-Kasernen Migranten untergebracht werden sollen. Er hoffe, dass die Waffenlager dort gut bewacht würden und zwar von den Bundeswehrlern selbst und nicht aus Kostengründen von den ach-so-günstigen privaten Sicherheitsdiensten, wie das leider üblich sei.
Wenn nur ein paar Hundert loslegen würden, könnte dass für viele Sympathisanten ein Startsignal sein, meint Daebritz. Er wolle sich das lieber nicht weiter vorstellen und nur bis hier hin zu Bedenken geben.
Früher habe das sozialistische Osteuropa voller Neid auf Deutschland Demokratie geschaut, heute sei es angesichts des Migrationsansturms und der undemokratischen politischen Entscheidungen, die im Zuge dessen getroffen würden, jedoch genau umgekehrt. Daebritz zieht Parallelen zu den Türkenkriegen Ende des 17. Jahrhunderts. "Heute sind wir mit einer ernsthaften Bedrohung konfrontiert", zitiert er aus einer Erklärung des ehemaligen tschechischen Ministerpräsidenten Václav Klaus.
Dessen „Aufruf der europäischen Bürger an die Regierungen und Parlamente“ las Daebritz sodann vor:
Wir, die Unterzeichner, wollen nicht mehr passiv zusehen, wie unsere Staatsorgane und Politiker in diesem historischen Moment Zeit verlieren und ihre Pflicht nicht tun. Ihre Aufgabe ist es, die Interessen und Sicherheit der Bürger in ihren eigenen Ländern zu verteidigen. Heutzutage sind wir mit einer grundlegenden Gefahr für die Zukunft unseres Lebens konfrontiert. Die Massenmigration stellt eine ernste Bedrohung der Stabilität Europas und der einzelnen Mitgliedsländer der EU dar.
Wir sind nicht gleichgültig gegenüber dem Schicksal der Opfer der Kriege und anderen Katastrophen der heutigen Welt. Wir lehnen jedoch die Manipulation der öffentlichen Meinung ab, die die natürliche Solidarität mit den Migranten missbraucht, um die Akzeptanz der Massenmigration hervorzurufen. Die heutige europäische Debatte über Migration soll nicht so ausgelegt werden, dass wir uns genügend oder nicht genügend entgegenkommend zu anderen Kulturen, Religionen, Rassen und Völkern verhalten. Wir sehen unbestreitbare Risiken und Drohungen, die aus dem künstlichen Vermischen unterschiedlicher Völker, Kulturen und Religionen entsteht.
Die europäischen Regerungen verhalten sich allzu alibistisch und unverantwortlich. Berechtigte Ängste vor dem Zustrom der hunderttausenden Migranten dürfen nicht – von den Politikern und der meisten Medien – bagatellisiert, verschwiegen und skandalisiert werden.
Aus allen diesen Gründen rufen wir die Regierungen der EU Länder auf:
die innere Sicherheit und die äußere Unantastbarkeit der Staatsgrenzen mit allen Mitteln, die sie zur Verfügung haben, sicherzustellen;
die Rechtsordnung der einzelner Länder und die angenommenen internationalen Verpflichtungen einzuhalten;
die Ausbreitung vom Chaos zu vermeiden, der als Folge der Migration in eine Reihe von Ländern bereits entstanden ist;
auf der EU Ebene keine Quoten oder ähnliche Maßnahmen anzunehmen, mit welchen die Migranten in einzelne EU-Länder „zugeteilt“ werden sollen;
die heute geltende Asylpolitik ohne Veränderungen einzuhalten und ihre eventuelle Veränderungen nur mit der Zustimmung der Bevölkerung durch Volksabstimmung oder Neuwahlen zu gewährleisten;
Länder, die die Grenze der EU darstellen, sollen zusichern, dass die illegalen Migranten in ihr Heimatland zurückgeschickt werden. Der Wortlaut wurde auf Deutsch hier von Pi-news veröffentlicht.
Auch zitierte Daebritz den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban: Dieser wurde von der Bild-Zeitung gefragt, warum er sich Ungarn heute anders verhalte als 1989. Er sagte dazu: 
„Es gibt einen wichtigen Unterschied: Die DDR-Flüchtlinge waren hier nicht illegal, sie wurden ganz offiziell in der bundesdeutschen Botschaft untergebracht. Dort wurden sie verpflegt und warteten. Sie haben nicht auf die ungarischen Gesetze gepfiffen. Dann haben die Ungarn ihre eigene Grenze aufgelöst. Heute sind es Fremde, die unsere Grenzen durchbrechen. Der Zaun des Kommunismus richtete sich gegen uns. Der Zaun, den wir jetzt errichten, ist für uns.“
Auch stellte Orban fest, dass diese Migranten kommen nicht direkt aus Kriegsgebieten kämen, sie waren bereits in Lagern und nicht mehr in direkter Gefahr. Sie kämen nicht nach Europa, weil sie Sicherheit suchen, sondern sie ein besseres Leben. Doch es gebe „kein Grundrecht auf ein besseres Leben, nur ein Recht auf Sicherheit und Menschenwürde“, zitierte Daebritz den ungarischen Ministerpräsidenten.
19:00 Uhr: Ansage zur geplanten "Pegida-Partei" – Das war Bachmanns Rede im Überblick:
Die Pegida-Forderung nach Grenzkontrollen werde als Notfall-Plan verkündet. Ebenso verkündet auf einmal Host Seehofer, dass er mit Putin gegen den ISIS zusammenarbeiten wolle. Pegida habe schon die ganze Zeit Frieden mit Russland gefordert und ein Ende der Kriegstreiberei.
Auf einmal warnt der Verfassungsschutz vor Salafisten, die vor Asylbewerberheimen Dschihadisten anwerben.“Guten Morgen“, sagt Bachmann dazu. Natürlich
Die Volksverräter hätten die Zustände erst durch ihre unsägliche und deutschnfeindliche Politik möglich gemacht, so Bachmann.
„An CDU, Grüne und Linke richte ich nun den Satz: Ihr habt uns alle verraten.“ (Volkverräter-Rufe). Auch die AfD versuche nun, den Pegida-Erfolg für sich zu verbuchen.
Pegida forderte eine Polizei-Reform, Schengen-Auss
"Wir können machen was wir wollen, wir werden immer als Nazis und Wutbürger betitelt", so Bachmann. "Die Politiker wollen nur ihre Saläre und ihre Sessel sicherstellen."
„Die Blockflöten-Truppe von Ja-Sagern und Apparatschiks“ habe ausgedient, so Bachmann. „Sie Sind am Ende Frau Merke, Herr Gabriel, Ödzdemir und wie Sie alle heißen: Treten Sie zurück!“
"Wir haben beschlossen unsere Umstrukturierung zu beschleunigen". Pegida arbeite an einer echten basisdemokratischen Alternative und werde zeitnah eine Pegida-Partei gründen. Die Demo jubelt und singt „Jetzt geht’s los!“. Man wolle auf regionaler, Landes- und Bundesebene antreten um "unser Land und unsere Kultur zu schützen" (Widerstand-Rufe). "Wir werden eng zusammenarbeiten mit bestehenden konservativen Parteien in ganz Europa um ein starkes Europa der Vaterländer zu erschaffen, das ohne EU-Bevormundung und ohne Kriegstreiberei aus den USA" auskomme.
(Ami Go Home-Rufe)
„Ich glaube denen in Berlin kein Wort mehr. Sie haben verspielt.“
Pegida sei schon fast elf Monate auf der Straße und habe den längeren Atem bewiesen, trotz aller Diffamierungen durch die Politik, Medienkampagnen, Spaltungs- und Übernahme-Versuche der AfD. Bachmann dankt den Demonstranten: „Ohne uns und Euch wäre das was momentan passiert, nicht möglich gewesen."
Ein erstes Facebook Foto:

Brechend voll bei Pegida in Dresden vor der Frauenkirche.Brechend voll bei Pegida in Dresden vor der Frauenkirche.Foto: Screenshot Facebook

18:45 Uhr:Lutz Bachmann eröffnet die Kundgebung mit der organisatorischen Belehrung. Er bittet um Applaus für die begleitenden Polizei-Beamten und grüßt die anderen Pegida-Demos. 
18:35 Uhr: Der Platz vor der Frauenkirche ist brechend voll. Die Pegida-Demonstranten stehem vom Lutherdenkmal bis zum Museum Johanneum und zum Hotel Steigenberger. Das Wetter ist trocken. In wenigen Minuten geht die Kundgebung los.
+++ Beginn des Live-Tickers! +++
Pegida demonstriert heute abend in Dresden auf de Neumarkt. Beginn ist um 18.30 Uhr an der Frauenkirche. EPOCH TIMES wird ab 18.15 Uhr per Telefon zugeschaltet sein und im Live-Ticker berichten.
Mit Spannung darf erwartet werden, wie die Macher der Dresdener Bürgerbewegung auf die Ankündigung von Grenzkontrollen reagieren werden. Aufmerksame Leser der Website der Bayerischen Regierung vermuteten bereits, dass es sich bei der Aktion um ein politisches Ablenkungsmanöver, aber keine echte Grenzschließung handeln dürfte. "München und Bayern brauchen sofortige Entlastung“, hieß es auf Bayern.de. „Während des Oktoberfestes sollte München nicht als Verteildrehscheibe verwendet werden."
Pegida-Frontfrau Tatjana Festerling, die vergangenen Montag vor über 10.000 Anhängern in Dresden sprach, wird heute in München auf dem Stiegelmaierplatz erwartet. 
Pegida fungiert derzeit als außerparlamentarische Opposition gegen die Asylpolitik der Bundesregierung. Pegida wirft den Regierenden Inkonsequenz und Konzeptlosigkeit im Umgang mit der derzeitigen Einwanderungswelle vor. Schon vor Monaten hatte das Bündnis die Aussetzung des Schengen-Abkommens und Grenzkontrollen gefordert. Eine zehn Punkte-Liste wurde vor wenigen Wochen vorgestellt.

Die Forderungen lauteten:

Aussetzung des Schengen-Abkommens und strenge Grenzkontrollen an allen deutschen Grenzen.
Alle Länder des Europarates, 47 an der Zahl, sollen zu sicheren Herkunftsländern erklärt werden.
Zeitlich befristetes Asylrecht für Kriegsflüchtlinge. Temporärer Schutz und bescheidene Vollversorgung.
Verbindliche Obergrenze für Immigration, festgelegt per Volksentscheid.
"Endlich Ehrlichkeit in der Integrationsdebatte und ein Ende des rot-grünen romantischen Märchens, hier Massen von männlichen, afrikanischen Asylanten integrieren zu wollen", so Pegida-Frontfrau Tatjana Festerling im O-Ton.
Sofort alle abgelehnten Asylbewerber und hunderttausende illegale Immigranten abschieben. „Noch mal: Wir fordern Massenabschiebungen und zwar sofort“, so Festerling.
"Wir fordern, das Flüchtlings-Problem grundsätzlich in den eigenen Kulturkreisen zu lösen". Saudi-Arabien, Qatar und die Arabischen Emirate müssten in die Pflicht genommen werden.
Kriminelle Ausländer, die in Verbindung zu islamischen Terror-Organisationen stehen, solle man „sofort abschieben. Alle bekannten und gewaltbereiten Salafisten sofort ausweisen“, auch Rückkehrer des Islamischen Staates.
"Wir müssen davon ausgehen, dass es Widerstand aus Brüssel gibt", so Festerling, sollte Deutschland sein Asylrecht ändern. „Dann müssen wir eben aus dem Saftladen EU austreten!“, rief sie der jubelnden Menge zu.
Pegida fordere außerdem „ein Verbot der Antifa als kriminelle Vereinigung", weil diese dafür geeignet sei, für bürgerkriegsähnliche Zustände auf Deutschlands Straßen zu sorgen. (rf)