Rostock schließt Asylunterkunft nach Gewaltausbrüchen

Zwei Massenschlägereien mit Verletzten und Verhaftungen am Mittwoch und Donnerstag dieser Woche führten zur Schließung einer Asylunterkunft im Rostocker Landkreis Waldeck.

Wegen mehrerer Massenschlägereien wurde die Schließung einer Asylunterkunft im Landkreis Waldeck angekündigt. Bei einer Ausschreitung wurde sogar zwei schwangeren Frauen in den Unterleib getreten.

Wie die Polizei mitteilte, war der Auslöser eines Konflikts vor ein paar Tagen “vermutlich das Ansprechen eines weiblichen Kindes der einen Familie durch ein jugendliches männliches Mitglied der anderen Familie in kulturunüblicher Art und Weise“. In der Folge ergab sich eine Massenschlägerei mit 40 Beteiligen. Die beiden aus Syrien stammenden Familien wurden innerhalb der Unterkunft räumlich getrennt. Ein besonders aggressiver und aufrührerischer Täter wurde in einer anderen Unterkunft untergebracht. 

Wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und der Aufforderung zu Straftaten wurden gegen drei Tatverdächtige Ermittlungsverfahren eingeleitet. 

Gleich am nächsten Tag kam es erneut zu Gewaltausbrüchen in der Unterkunft für 70 Personen. 20 der Bewohner prügelten sich, wobei vier verletzt wurden. Die Angreifer gingen dabei mit zertrümmerten Möbelteilen aufeinander los. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an und nahm zwei Männer fest. (dk)