Scharfschützen, Betonsperren, GSG9: So sichert Dresden den Tag der Deutschen Einheit ab

Hohe Sicherheitsvorkehrungen in Dresden: Wegen der zwei Sprengstoffanschläge am Montag wurde das Sicherheitskonzept für die Feiern zum Tag der Deutschen Einheit schon früher in Kraft gesetzt. Die Stadt gleicht einer Festung.

Insgesamt 2600 Polizisten aus ganz Deutschland werden vom 1.-3 Oktober im Einsatz sein, um die dreitägigen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in Dresden abzusichern, zu denen auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck erwartet werden.

Wegen der zwei Sprengstoffanschläge am Montag wurde das Sicherheitskonzept früher in Kraft gesetzt, berichtet die „Mopo24″. 750.000 Besucher und Polit-Prominenz werden am Wochenende in Dresden erwartet.

Sächsische SEK und Teile der Elite-Antiterroreinheit GSG9 werden das Fest absichern. Im Umfeld der Protokollveranstaltungen werden Scharfschützen postiert, kündigte Dresdens Polizeipräsident Horst Kretzschmar an. Er sagte laut Mopo: „Es gibt keine konkreten Hinweise auf einen terroristischen Anschlag, aber wir bereiten uns auf ein solches Szenario vor.“

Kräfte von Bereitschaftspolizei und mobilen Fahndungseinheiten sind bereits im Einsatz, an bestimmten Stellen in der City sind Polizeikontrollen ohne Anlass möglich, hier wurde ein Kontrollbereich eingerichtet, der bis Montag um Mitternacht gilt. Ein Rucksackverbot gibt es laut „Mopo“ nicht. Die Polizei empfiehlt aber, auf größere Taschen zu verzichten.

Insgesamt werden 3,8 Kilometer Absperrgitter aufgestellt. 1400 Betonklötze wurden an Zufahrten zum Festgebiet als Blockaden aufgestellt. Sie sollen als „Nizza-Sperren“ ein mögliches Attentat mit Fahrzeugen verhindern.

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Zahlreiche Straßen gesperrt

Ab dem heutigen Donnerstag sind verschiedene Straßen im Dresdener Stadtzentrum für den Verkehr gesperrt, darunter Augustusbrücke, Theaterplatz, Sophienstraße und Ostra-Allee. Es gibt zahlreiche Umleitungen. Die Haltestellen Am Zwingerteich, Theaterplatz und Altmarkt werden nicht mehr bedient, berichtete die „Mopo„.