Ungarn bereitet den Grenzzaun zu Rumänien vor

Ein weiterer Zaun zum Schutz der ungarischen Grenze soll den Zustrom von Flüchtlingen aus Rumänien verhindern. Die Grenzabschnitte zu Serbien und Kroatien sind seit einigen Monaten mit Zäunen geschützt.

Mit einem Zaun an der Grenze nach Rumänien möchte der ungarische Präsident Viktor Orban dem weiteren Zustrom von Migranten nach Ungarn entgegentreten, sollte dies nötig sein. Neue Routen der Migrationsströme könnten solche Maßnahmen erforderlich machen, berichtet "Deutsche Wirtschafts Nachrichten" (DWN).

"Wenn wir einen Zaun dort bauen müssen, können wir das gleich am nächsten Tag tun", sagte Ungarns Außenminister Peter Szijjarto gestern gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Vorbereitungen dafür seien bereits getroffen. Der neue Zaun solle im Drei-Länder-Eck Ungarn-Serbien-Rumänien beginnen und von dort aus entlang einer "sinnvollen" Distanz an der Grenze zu Rumänien errichtet werden, schreibt "Focus". Zäune dieser Art existieren bereits an den Grenzen zu Serbien und Kroatien. 

Fallen andere Routen aus, besteht die Möglichkeit einer Umleitung der Migrationsströme durch Rumänien. Österreich als auch Slowenien kündeten zuletzt nacheinander an, Flüchtlinge die in Deutschland Asyl suchen würden durchreisen zu lassen, so "DWN".

Über die offenen Grenzen im Süden Europas könnten weiter Hunderttausende von Migranten aus dem Nahen Osten und Afrika kommen. Um eine Eindämmung an den langen Seegrenzen Griechenlands zu erzielen, seien Zehntausende von Polizisten und Soldaten benötigt. Sollte Griechenland nicht willens sein sich an solch einer Lösung zu beteiligen "müssen wir mit den Bulgaren und Mazedoniern sprechen", so Ungarns Außenminister. (dk)

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