Schorndorf: Nach Flaschenwürfen, Randale und Sex-Attacken – Festende nun schon 22 Uhr und „stimmungsvolles“ Flutlicht im Park

Beim Schorndorfer Volksfest kam es zu mehreren Sex-Attacken auf junge Frauen und Mädchen sowie randalierend umherziehende Jugendgruppen im Stadtgebiet. Die Polizei sprach von einem "massiven Aggressionspotential". Als Konsequenz enden die Festivaltage am Montag und Dienstag schon um 22 Uhr.

Nach den Ausschreitungen im Umfeld des Schorndorfer Volksfestes im Schlosspark, zog die Polizei die Konsequenzen. Für die letzten beiden Festtage am Montag und Dienstag wurden die Festivitäten bereits um 22 Uhr beendet. Zugleich wurde die Polizeipräsenz erhöht und der Park mit Scheinwerfern ausgeleuchtet. Von romantischer Sommernachtsatmosphäre war keine Spur mehr.

Entgegen der Einschätzung der Polizei, die von rund 1.000 jugendlichen Krawallmachern im Schlosspark sprach, postete der Veranstalter sein Statement gestern auf Facebook. Demnach seien die meisten der Jugendlichen friedlich gewesen. Allerdings:

Zwei rivalisierende Gruppen zweier Nationalitäten, die sich polizeibekannt seit Monaten Streitereien liefern, sind im Sog der SchoWo im Schlosspark aufgeschlagen und nach exzessivem Alkoholkonsum gegen einander geraten.“

(Jürgen Dobler, Vorstand, Schorndorfer Woche)

Mehrere Sex-Attacken durch Flüchtlinge

Es begann bereits am Freitagabend mit drei Vorfällen sexueller Belästigung von Frauen auf dem Marktplatz. In einem Fall wurde ein Iraker als Tatverdächtiger bereits ermittelt.

Am Samstag kam es dann am Bahnhofsvorplatz zu einer sexuellen Belästigung gegenüber einer 17-Jährigen durch drei afghanische Asylbewerber. Das Mädchen wurde von den Männern festgehalten und am Hintern begrapscht. Die Männer wurden bereits ermittelt.

Gewaltexzesse im Schlosspark

Im Schlosspark versammelten sich in der Nacht zum Sonntag, zwischen 20:00 Uhr und 03:00 Uhr ungefähr bis zu 1.000 Jugendliche und Junge Erwachsene. Bei einem großen Teil handelte es sich wohl um Personen mit Migrationshintergrund..“

(Polizeipräsidium Aalen)

Es kam zu zahlreichen Flaschenwürfen gegen andere Festteilnehmer und gegen Einsatzkräfte. Auch die Fassade des Schorndorfer Schlosses wurde attackiert.

Als ein Tatverdächtiger einer gefährlichen Körperverletzung festgenommen wurde, widersetzte sich dieser der Festnahme. In der Folge solidarisierten sich zahlreiche Personen mit dem Festgenommenen.“

(Polizei)

Die Festnahme musste von Einsatzkräften in Schutzausstattung gegen Angriffe gesichert werden. „Als sich die Einsatzkräfte zurückzogen, wurden sie erneut mit Flaschen beworfen“, so die Polizei.

Schüsse in der Innenstadt

Im weiteren Verlauf der Nacht zogen Gruppen von 30 bis 50 Personen durch die Innenstadt, wobei nach Zeugenaussagen „einzelne Personen hierbei mit Messern bewaffnet gewesen“ seien.

Im Bereich des Alten Friedhofs wurde aus einer anderen Gruppe heraus in die Luft geschossen, vermutlich mit einer Schreckschusswaffe, so der Bericht der Polizei.

Zwei Einsatzfahrzeuge der Polizei wurden mit Graffiti besprüht, ein weiteres durch einen Flaschenwurf beschädigt. An sechs geparkten Autos wurden die Kennzeichen abgeschraubt und gestohlen.

Während des Festes wurden mehrere Körperverletzungen angezeigt.

Es wurden im Verlauf der Nacht zahlreiche Einsatzkräfte aus anderen Landkreisen angefordert. Die Polizei sprach von einem „massiven Aggressionspotential“.

Zwei weitere Festivaltage verbleiben mit einem massiv aufgestockten Polizeiaufgebot und Scheinwerferbeleuchtung für den Schlosspark.

Die Polizei Schorndorf bittet um Zeugenhinweise zu den Vorfällen und Tätern unter Telefon 07181 / 204 – 0, sowie darum, Videoaufnahmen von Smartphones per Email [email protected] zu senden.

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