Schüler mit Migrationshintergrund – teils über 75 Prozent: „An vielen Schulen sind die Zustände erschreckend“

19,4 Prozent aller rheinland-pfälzischen Schüler weisen einen Migrationshintergrund auf. An 63 Grundschulen liegt der Anteil bei 50 bis 75 Prozent, an elf Grundschulen sogar über 75 Prozent. Das ergab eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz.

Eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz zum Thema „Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund“ hat ergeben, dass 19,4 Prozent aller rheinland-pfälzischen Schüler einen Migrationshintergrund aufweisen.

An den reinen Grundschulen sind es 28,0 Prozent, an den reinen Realschulen plus 27,3 Prozent. An 63 Grundschulen liegt der Anteil bei 50 bis 75 Prozent, an elf Grundschulen sogar über 75 Prozent, darunter allein vier in Ludwigshafen.

Joachim Paul, bildungspolitischer Sprecher und stellvertretender Vorsitzender der AfD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz, sagt dazu:

In der Antwort auf einen Berichtsantrag der AfD-Fraktion vom 31. August 2017 gestand Bildungsministerin Hubig, dass es zu wenige Fachkräfte an den Grundschulen in Rheinland-Pfalz gibt. So verfügen 173 Lehrer, die in der Grundschule unterrichten, über keine Zweite Staatsprüfung.“

Angesichts der „gewaltigen Herausforderung der Integration“ müssten die Anstrengungen deutlich erhöht werden, „um nicht in eine bildungspolitische Katastrophe zu laufen. Wir brauchen kleinere Klassen und deshalb viel mehr Lehrer,“ so Paul weiter.

Der migrationspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz Matthias Joa meint:

Dass die Landesregierung trotz dieser Fakten weiterhin mehr Familiennachzug befürwortet, ist in höchstem Maße unverantwortlich, weil die ohnehin schon vorhandenen Probleme in den Brennpunktschulen verschärft würden. Schon jetzt sind in vielen Klassen Kinder, die kaum Deutsch sprechen.“

Zudem würden die erforderlichen Lehrerqualifikationen fehlen, „denn viele Lehrer haben kein ‚Deutsch als Fremdsprache‘ studiert. An vielen Schulen sind die Zustände inzwischen erschreckend. Es fehlt in Rheinland-Pfalz an den Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Integration weiterer Schüler ohne deutsche Sprachkenntnisse. Deshalb ist die AfD entschieden gegen den Familiennachzug von Asyleinwanderern.“ (so/afd-pm)

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