Update: Schulz plant „perfekten Mord“ an Gabriel: „Handelsblatt“-Herausgeber nach kritischem Text gefeuert

Update: Wie das "Handelsblatt" heute schreibt, gehen Verleger und Herausgeber Steingart nun "getrennte Wege". Es werden zwei Gründe angegeben: "1. Differenzen in wesentlichen gesellschaftsrechtlichen Fragen" und "2. eine - nicht generell, aber im Einzelfall - unterschiedliche Beurteilung journalistischer Standards". Verleger Dieter von Holtzbrinck erklärt: „Das Multitalent Gabor Steingart hat in wenigen Jahren zunächst das Handelsblatt, danach die gesamte Handelsblatt Gruppe auf großartige Weise weiterentwickelt und erneuert, was höchsten Respekt und größten Dank verdient. Dabei hat sich der preisgekrönte und breit gebildete Publizist als äußerst kreativer und dynamischer Unternehmensstratege gezeigt, als mutiger und charismatischer Führer. So wurde aus der altehrwürdigen Verlagsgruppe Handelsblatt eine auf vielen Medienkanälen marktführende Handelsblatt Media Group. Diesen erfolgreichen Weg werden wir mit Kraft und Begeisterung weitergehen.“
Und Gabor Steingart: „Dieter von Holtzbrinck ist ein wunderbarer Mensch und erfahrener Verleger, dessen Geduld ich über so viele Jahre nicht nur strapaziert, sondern oft genug auch überstrapaziert habe. Dass unsere dennoch - oder deshalb? - so erfolgreiche Zusammenarbeit jetzt abrupt endet, lässt uns beide nicht unberührt. Unsere Freundschaft und meine Wertschätzung ihm gegenüber bestehen unvermindert fort. Im Interesse der Handelsblatt Media Group und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ihrer Kunden und nicht zuletzt ihrer Leserinnen und Leser arbeiten wir gemeinsam an einem reibungslosen Übergang.“

Wegen Kritik an Martin Schulz muß der Herausgeber des Handelsblattes gehen

"Handelsblatt"-Herausgeber Gabor Steingart muss seinen Posten bei der Wirtschaftszeitung räumen. Der Grund: Steingart hatte SPD-Politiker Martin Schulz scharf kritisiert. Am Mittwoch schrieb Steingart in seinem "Morning Briefing": der "mittlerweile ungeliebte" Martin Schulz wolle "den derzeit beliebtesten SPD-Politiker, Außenminister Sigmar Gabriel, zur Strecke bringen". Weiter schrieb der Medien-Macher: Schulz würde den „perfekten Mord“ an - noch Außenminister - Sigmar Gabriel planen.
Der andere soll stolpern, ohne dass ein Stoß erkennbar ist. Er soll am Boden aufschlagen, scheinbar ohne Fremdeinwirkung. Wenn kein Zucken der Gesichtszüge mehr erkennbar ist, will Schulz den Tod des Freundes aus Goslar erst feststellen und dann beklagen."
Für den Verlagseigner ging dieser Kommentar offenbar zu weit. Der Abgang von Steingart wurde verschiedenen Medienberichten zufolge schon bestätigt.
Den Berichten zufolge missbilligte Dieter von Holtzbrinck, der Haupteigner der Handelsblatt Media Group, die Kampagne des Chefredakteurs gegen den SPD-Politiker. Gegenüber Martin Schulz soll sich Holtzbrinck bereits entschuldigt haben. „Das heutige 'Morning Briefing' von Gabor Steingart hat mich schockiert“, soll Holtzbrinck in einem Brief an Schulz geschrieben haben. „Inhalt und Stil des Sie betreffenden Textes entsprechen weder meinen publizistischen Qualitäts- und Wertevorstellungen noch denen der Handelsblatt-Redaktion.“ Verleger Dieter von Holtzbrinck hatte Steingart bislang gefördert. Der Chefredakteur soll sogar zum Miteigner der Handelsblatt-Gruppe gemacht worden sein. Es heißt, von Holtzbrinck mische sich eigentlich als Verleger - der gegenüber seinen Chefredakteuren loyal sei - nicht in die politische Berichterstattung ein - bis jetzt. https://www.youtube.com/watch?time_continue=8&v=BgwoQvwOfcE (so/dpa)
Quelle: https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/schulz-plant-perfekten-mord-an-gabriel-handelsblatt-herausgeber-nach-kritischem-text-gefeuert-a2344209.html