Sexuelle Vielfalt für 3-Jährige: Diese Bücher empfiehlt Sachsen-Anhalt in Kitas

Die Landesregierung Sachsen-Anhalt will 3-8-jährige mit Homo- und Transsexualität konfrontieren – zunächst noch per Buchempfehlung ab nächstes Jahr mit Kita-Koffern. Es handele sich um ein „Angebot“ und keine verpflichtende Maßnahme, hieß es in einem Bericht der Mitteldeutschen Zeitung.

Sachsen-Anhalts Gleichstellungsministerium hat landesweit 2.000 Broschüren an Grundschulen und Kindertagesstätten verteilt, die Kinder an Homo- und Transsexualität heranführen. Das berichtet die „Mitteldeutsche Zeitung“ (MZ).

In einer Auflage von 2.000 Stück sei die Broschüre gedruckt worden. Alle Exemplare sind bereits verteilt und erreichten mehr als 100 kommunale Kita-Träger und über 30 Grund- und Gemeinschaftsschulen im Land. „Die Nachfrage ist riesig“, sagte Ministeriumssprecher Detlef Thiel laut dem Medium. „Wir bereiten gerade den Nachdruck in dreistelliger Höhe vor.“

„Gesamtgesellschaftlicher Aktionsplan“

Die Initiative ist Teil des „Gesamtgesellschaftlichen Aktionsplans“ gegen Homo- und Transphobie in Sachsen-Anhalt, der bereits Ende 2015 beschlossen wurde. Und die Literatur-Empfehlungen sind nur der Anfang der Kampagne: Folgen soll der Kita-Koffer, der von CDU Sachsen-Anhalt als Pflichtobjekt abgelehnt wurde, ab nächstes Jahr aber als „Angebot“ an Kindergärten zur Verfügung gestellt werden soll. Der Koffer ist umstritten: Die LINKE hatte auf eine offizielle Verankerung des Themas sexuelle Vielfalt im Kita-Bildungsprogramm gedrängt. Die AfD hatte sich scharf dagegen ausgesprochen: „Bei Sexualerziehung hört der Spaß auf, da hat der Staat sich rauszuhalten“, sagte deren rechtspolitischer Sprecher Jens Diederichs laut MZ.

Einrichtungen sollen sich ab 2017 den Koffer bei Bedarf ausleihen können und in jedem Fall werde es „eine fachliche Begleitung“ geben, versicherte Thiel: In jede Kita, die mit dem Koffer arbeitet, solle dann Personal geschickt werden, das mit dem Thema Geschlechtervielfalt vertraut sei. Dazu will das Land mit Beratungsstellen und anderen einschlägigen Institutionen zusammenarbeiten. Wie viele Koffer es geben wird, ist noch offen. Ebenso was diese beinhalten sollen. Es sollen Bücher sein, aber auch Lehrmaterialien, so die MZ.

Ausnahme als Normalität darstellen

In den jetzigen Buchempfehlungen befinden sich laut „Junge Freiheit“ die Kinderbücher „König und König“ (wo sich ein Mann in einen Mann verliebt, „Paul und die Puppen“, über einen Jungen, der nicht dem männlichen Klischee entspricht und auch ein Buch zu Transsexualität („I Am Jazz“). Zudem werde ein Werk empfohlen, das eine Gesellschaft beschreibt, in der Homosexualität und gleichgeschlechtliche Partnerschaften der Normalfall seien.

Justizministerin Anne-Marie Keding (CDU) lobte die Broschüre. „Wir wollen gegen Gewalt und Diskriminierungen eintreten und Anliegen dieser Personengruppen als Querschnittsthemen etablieren“, sagte sie laut MZ.

Die Landesregierung in Magdeburg hatte bereits am 23. Dezember 2015 Maßnahmen beschlossen, die im Bürokraten-Deutsch heißen: „Implementierung und Umsetzung des Gesamtgesellschaftlichen Aktionsplans für Akzeptanz von Lesben und Schwulen, Bisexuellen, Trans- und Intersexuellen (LSBTI) und gegen Homo- und Transphobie in Sachsen-Anhalt“. Als PDF hier zu finden.

Forciert von Bundesregierung

In der Praxis treiben diese Aufklärungsprogramme bizarre Blüten. Im Februar 2015 brachte Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) auf der Bildungsmesse didacta 2015 die „Kindergartenbox – Entdecken, Schauen, Fühlen!“ heraus, die ein Mädchen und einen Jungen als Stoffpuppen enthielt, die über Vagina und Penis verfügen und die man an- und ausziehen kann.

Die Agenda, schon Kleinkinder zur „sexuellen Vielfalt“ zu erziehen, wird von der Bundesregierung unter dem Deckmantel der Toleranz und Aufklärung forciert und ist in allen Ländern auf die eine oder andere Weise zu finden. Kritiker konnten bereits nachweisen, dass dahinter eine pädosexuelle Interessen-Lobby steckt. Das Land Schleswig-Holstein musste im Oktober Schulmaterial zurückziehen, das die klassische Familie zur Randerscheinung erklärt hatte.

Da der Widerstand gegen die von Kritikern sogenannte „Frühsexualisierung“ wächst, sah sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) bereits genötigt, eine Ratgeber-Broschüre für Pädagogen herauszubringen. Damit sollen sie besser gegen Eltern gewappnet sein, welche ihre Kinder in Eigenregie und nach eigenen Vorstellungen erziehen wollen, oder gar das Lehrpersonal angreifen. Die 48-seitige Handreichung heißt: „Für eine Pädagogik der Vielfalt: Argumente gegen ultrakonservative, neu-rechte und christlich-fundamentalistische Behauptungen“ und richtet sich sowohl an Lehrkräfte als auch an Eltern. „Queer.de“ berichtete.

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(rf)

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