Söder will Seehofer den CSU-Vorsitz nicht streitig machen

Markus Söder wolle Horst Seehofer den CSU-Vorsitz nicht streitig machen. "Meine Aufgabe liegt in Bayern", meinte er.

Der designierte bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will dem bisherigen Regierungschef Horst Seehofer den CSU-Vorsitz nicht streitig machen. „Daran habe ich kein Interesse“, sagte Söder der Mediengruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung (Donnerstagsausgaben). „Meine Aufgabe liegt in Bayern.“

Die Trennung der Ämter des Partei- und Regierungschefs könne „eine Belebung für die CSU sein“, da es so eine Kombination aus Erfahrung und Erneuerung noch nie gegeben habe.

Söder zeigte sich zuversichtlich mit Blick auf die künftige Zusammenarbeit mit Seehofer, der sein Amt als CSU-Chef behalten soll. Er habe mit Seehofer viele gute, vertrauliche und konstruktive Gespräche gehabt und zolle ihm Respekt für seinen souveränen Vorschlag, „hinter dem wir uns alle versammelt haben“. Dieser biete auch die Basis für „ein starkes Miteinander.“

Die CSU-Spitze hatte sich am Montag darauf verständigt, dass der bisherige Landesfinanzminister Söder Anfang kommenden Jahres neuer Ministerpräsident wird, Seehofer aber auf dem CSU-Parteitag im Dezember erneut für den Parteivorsitz antritt.

Söder kündigte an, sich auch in die erwarteten Gespräche von Union und SPD über eine Regierungsbildung im Bund einbringen zu wollen. Die SPD forderte er insbesondere beim strittigen Familiennachzug zu Kompromissen auf. „Es hat ja nicht nur die Union Stimmen an die AfD verloren – die SPD eben auch.“ Das Absacken der SPD in München und Nürnberg müsse ein „dramatischer Weckruf“ sein. (afp)

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