SPD Bayern: Die CSU sollte Kirchenasyl für Flüchtlinge achten – Pfarrer nicht kriminalisieren

SPD-Fraktionschef Rinderspacher: Die CSU sollte das Kirchenasyl als letzte Maßnahme für Flüchtlinge respektieren. "Kirchenasyl muss ... geachtet und respektiert werden – statt Pfarrerinnen und Pfarrer zu kriminalisieren, die Menschen in Not mit Hilfsbereitschaft begegnen!"

Der Vorsitzende der Bayern-SPD-Landtagsfraktion Markus Rinderspacher fordert die CSU auf, in Sachen Kirchenasyl geschlossen auf die Linie der SPD einzuschwenken, schreibt er in einer Presseerklärung.

„Es ist sehr erfreulich, dass der bayerische Ministerpräsident nach den Debatten der letzten Monate offenbar endlich zur Vernunft gekommen ist und die Kirchen unterstützen will. Jetzt muss der Rest der CSU folgen und die Staatsregierung mit einer Stimme sprechen!“

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, das Bundesinnenministerium und die beiden großen christlichen Kirchen hätten seit Jahrzehnten die Übereinkunft, dass Kirchenasyl als letzte Maßnahme zu respektieren ist.

„Nur die christlich-soziale Union und noch vor wenigen Wochen der bayerische Justizminister Bausback hatten staatsanwaltliche Ermittlungen gegen etliche bayerische Pfarrer, die Kirchenasyl für Flüchtlinge gewährt hatten, begrüßt und unterstützt“, erklärt Rinderspacher.

„Das menschliche Gesicht Bayerns hat unter dieser harten Haltung der Regierungspartei gelitten. Kirchenasyl muss, wie in anderen Bundesländern auch, geachtet und respektiert werden – statt Pfarrerinnen und Pfarrer zu kriminalisieren, die Menschen in Not mit Hilfsbereitschaft begegnen!“ (ks)

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