Thorsten Schulte über „Kontrollverlust“: Unsere letzte Chance – „eine Massenbewegung für die direkte Demokratie“

Die direkte Demokratie hält Thorsten Schulte, ehemaliges CDU-Mitglied und Kapitalmarktexperte, für den einzigen Ausweg aus der Misere - in der sich Deutschlands Bürger seiner Meinung nach befinden.

Der Kapitalmarkt- und Konjunkturexperte Thorsten Schulte sagt: das politische System in Deutschland „verträgt immer weniger die Wahrheit“. Deshalb würden immer schärfere (Zensur)-Gesetze – wie das Netzwerkdurchsetzungsgesetz von Justizminister Heiko Maas – im Bundestag durchgewunken.

Nach Ansichten des ehemaligen Investmentbankers habe vor allem das Agieren von Kanzlerin Angela Merkel zu einem Kontrollverlust in der Bundesrepublik geführt. Dies zeige sich unter anderem in der Migrantenkrise.

Dieses und andere Themen, beleuchtet Thorsten Schulte in seinem unlängst erschienenem Buch „Kontrollverlust“.

Darüber spricht er auch im Interview mit RT.

Das Ende der Demokratie?

Schulte glaubt, dass Gesetze wie die Aufhebung des Bankgeheimnisses, die Ausweitung der Fahrverbote, oder das Beschließen des sogenannten „Gesetz gegen Hasskriminalität im Internet“, aber auch die Einführung des Staatstrojaner zu einem Ende der Demokratie führen. Der Bundestag verabschiede solche einschneidenden Gesetze, ohne dass dies von der Öffentlichkeit wahrgenommen werde und ohne kontroverse Diskussionen.

Auch zentrale Probleme, etwa in der Asylpolitik oder im Finanzsystem, seien längst nicht behoben und würden von der Politik ausgeblendet, kritisiert der Experte.

Diesen „Kontrollverlust“ den Schulte in all dem sieht will er entkommen. Gelingen könne dies jedoch nur mit einer Massenbewegung für direkte Demokratie, so Schulte.

Thorsten Schulte war 26 Jahre Mitglied der CDU. Im Oktober 2015 verließ er wegen der Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Angela Merkel die Partei. Schulte ist Herausgeber des Edelmetallnewsletters „Silberjunge“, des Konjunktur- und Kapitalmarktinformationsdienstes „Unternehmerbriefing“, Buchautor und Vortragsredner. (so)

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