Umfragen zur Asylkrise: Deutsche glauben nicht, dass Merkel Vertrauen zurückgewinnen kann

Von 24. September 2016 Aktualisiert: 24. September 2016 10:37
Die Zweidrittel-Mehrheit der Teilnehmer zweier Umfragen hat kein Vertrauen in die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Das Eingeständnis von Fehlern würde der Kanzlerin nichts nützen. Auch eine Neuausrichtung der Flüchtlingspolitik trauen ihr mehr als zwei Drittel nicht zu.

Die Mehrheit der Deutschen glaubt einer Umfrage zufolge nicht, dass Kanzlerin Angela Merkel durch das Eingeständnis von Fehlern in der Flüchtlingspolitik das Vertrauen der Bürger zurückgewinnen wird. Dieser Meinung sind 58 Prozent, wie aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid für das Nachrichtenmagazin „Focus“ hervorgeht. 36 Prozent der Deutschen hingegen glauben, dass es Merkel dadurch gelingen wird, Vertrauen zurückzugewinnen. Besonders skeptisch sind die Anhänger der AfD.

Gleichzeitig traut die Mehrheit der Teilnehmer einer Umfrage des INSA-Insituts der Deutschen Bundeskanzlerin keine grundsätzliche Neuausrichtung ihrer Flüchtlingspolitik zu. Von den repräsentativen 2127 Teilnehmern gaben dies sogar mehr als zwei Drittel (69 Prozent) der Befragten an. Nur 21 Prozent der Befragten hielten eine Wende der Flüchtlingspolitik unter Merkel für wahrscheinlich.

Zudem wünschen sich viele Deutschen laut INSA aber einen solchen Wechsel. 67 Prozent waren seien unzufrieden mit der Flüchtlingspolitik der Kanzlerin. Davon sind 45 Prozent „sehr unzufrieden“ und 22 Prozent „eher unzufrieden“. Nur fünf Prozent der Befragten gaben an, mit Merkels Flüchtlingspolitik „sehr zufrieden“ zu sein. Ein Fünftel (20 Prozent) der Befragten ist „eher zufrieden“.

Merkel räumt Fehler ein

Nach dem schlechten Abschneiden der CDU bei den Landtagswahlen in Berlin hatte Kanzlerin Merkel ihre Mitverantwortung sowie Fehler in ihrer Flüchtlingspolitik eingeräumt. Zudem distanzierte sie sich in der Asylpolitik von ihrem Satz „Wir schaffen das“.

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