„Ungeübt und abgezogen“ – Verteidigungsschwächen bei der Bundeswehr durch personelle und materielle Defizite

Der im Mai 2015 neu berufene Wehrbeauftragte der Bundeswehr, Hans-Peter Bartels, legt seinen schockierenden Mängelbericht vor. "Die Bundeswehr hat von allem zu wenig." Diesen Satz hörte er in letzter Zeit nur zu oft. Dieses Hauptproblem der Bundeswehr stellte Bartels in zahlreichen Truppenbesuchen, Gesprächen und schriftlichen Eingaben von Soldaten heraus.

Der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Hans-Peter Bartels, hat einen Material- und Personalmangel bei der Bundeswehr beklagt. "Fast von allem ist zu wenig da", sagte Bartels anlässlich der Vorstellung des Wehrberichts am Dienstag. So fehle es neben Material auch an Ausbildung und Übung.

Das könne eine Gefahr für den Einsatz darstellen, wenn nicht realitätsnah ausgebildet werde. Auch die unerreichte Personalstärke von 185.000 Soldaten mache der Bundeswehr zu schaffen. Nur rund 177.000 aktive Soldaten seien im Dezember 2015 gemeldet worden. "So wenige waren es nie", so Bartels. "Das muss das untere Ende markieren."

Der Wehrbeauftragte betonte zudem, dass die Flüchtlingshilfe nicht zu einem Dauereinsatz der Bundeswehr werden dürfe. "Die Kommunen und Länder können sich darauf einstellen, dass sie die Lücken, die im Moment durch die Bundeswehr geschlossen werden, bis zur Mitte des Jahres personell nach und nach selber schließen müssen." Die Bundeswehr sei nicht die Personalreserve für fehlende zivile Kapazitäten bei Ländern und Kommunen, betonte Bartels.

(dts Nachrichtenagentur)

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