Tornado-Verlegung von Incirlik nach Jordanien ab Juli

Die Verlegung des Bundeswehrstandortes vom türkischen Incirlik nach Jordanien soll im Oktober abgeschlossen sein.

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat einen Zeitplan für die Verlegung des Bundeswehr-Kontingents vom türkischen Stützpunkt Incirlik nach Jordanien vorgelegt. Bis Ende Juni seien die in Incirlik stationierten Soldaten und Flugzeuge im Flugplan der Anti-IS-Koalition fest eingeplant, anschließend würden die Tankflugzeuge „schnellstmöglich“ nach Jordanien verlegt, sagte von der Leyen der „Bild am Sonntag“.

Schon nach wenigen Tagen sollten die Maschinen wieder im Einsatz sein, ungefähr in der zweiten Juli-Hälfte. Der Umzug der ebenfalls in Incirlik stationierten Tornados und der Auswertetechnik für Luftbilder sei komplizierter und werde rund zwei Monate dauern. Ab Oktober sollten die Aufklärungstornados laut Plan wieder starten.

Wegen eines Streits mit der türkischen Regierung um Besuchsrechte deutscher Abgeordneter bei Bundeswehrsoldaten auf dem Stützpunkt Incirlik hatte die Bundesregierung die Verlegung des Bundeswehr-Kontingents auf den jordanischen Stützpunkt Muwaffak Salti bei Al-Asrak beschlossen.

Die Bundeswehr beteiligt sich bislang von Incirlik aus mit sechs Aufklärungsflugzeugen des Typs Tornado sowie einem Tankflugzeug am internationalen Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). (afp)