Niedersachsen: Vorläufiges Endergebnis von Landeswahlleiterin – SPD deutlich vorne

Niedersachsen: Nach Angaben der Landeswahlleiterin bleibt die SPD deutlich vorne vor der CDU. CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann hat bei der Landtagswahl in Niedersachsen seinen eigenen Wahlkreis gewonnen

+++ Newsticker +++

23:50 Uhr: Vorläufiges Endergebnis

Nach der Landtagswahl in Niedersachsen hat die Landeswahlleiterin am Sonntagabend das vorläufige Endergebnis veröffentlicht.

CDU: 33,6 Prozent, SPD: 36,9 Prozent, Grüne: 8,7 Prozent, FDP: 7,5 Prozent, Linke: 4,6 Prozent, AfD: 6,2 Prozent. Die Sitzverteilung sieht wie folgt aus: CDU: 50 Sitze, SPD: 55 Sitze, Grüne: 12 Sitze, FDP: 11 Sitze, AfD: 9 Sitze.

Der neue Landtag hat 137 Sitze, eine Mehrheit liegt bei 69 Sitzen. (dts)

21:58 Uhr: Wer gewinnt? Es bleibt spannend

Nun sind 62 der 87 Wahlkreise ausgezählt. Derzeit ist der Stand nach Angaben des Landesamtes für Statistik Niedersachsen:

Erststimmen: CDU 37,7 %, SPD 39,2 %, Grüne 7,5 %, FDP 6,1 %, AfD 4,6 % und Linke 4,5 %

Zweitstimmen: CDU 34,1 %, SPD 36,6 %, Grüne 8,7 %, FDP 7,6 %. AfD 6,1 % und Linke 4,6 %.

Erststimmen:

Zweitstimmen:

21:50 Uhr: Wird die CDU stärkste Partei?

Die vorläufigen Endergebnisse bietet das Landesamt für Statistik Niedersachsen an. Derzeit liegen nach der Auszählung in 43 von 87 Wahlkreisen folgende Ergebnisse vor:

Erststimmen: CDU 39,5 %, SPD 37,7 %, Grüne 7,5 %, FDP 6,0 %. AfD und Linke sind unter der 5-Prozent-Hürde bei Linke 4,4 % und AfD 4,5 %.

Zweitstimmen: CDU 35,9 %, SPD 35,3 %, Grüne 8,5 %, FDP7,6 %, AfD 6,0 % und Linke 4,4 %.

Erststimmen:

Zweitstimmen:

21:28 Uhr: Bernd Althusmann gewinnt seinen Wahlkreis

CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann hat bei der Landtagswahl in Niedersachsen seinen eigenen Wahlkreis gewonnen.

Er setzte sich am Sonntag im Wahlkreis Seevetal südlich des benachbarten Hamburg mit 38,6 Prozent der Stimmen gegen den SPD-Politiker Tobias Handtke durch, der 36,7 Prozent der Stimmen erhielt. Althusmann trat zum ersten Mal in diesem Wahlkreis an, 2013 hatte er, allerdings ohne Erfolg, im Wahlkreis Lüneburg kandidiert.

Auf Landesebene verfehlten Althusmann und die CDU bei der Wahl am Sonntag das Ziel, stärkste Kraft im Landtag zu bleiben. Daher galt auch eine Regierungsbildung unter Führung von Althusmann als unwahrscheinlich. Allerdings sind die Mehrheitsverhältnisse im Landtag Hochrechnungen zufolge noch unklar.

20:44 Uhr: Weitere Ergebnisse

Nach der letzten Hochrechnung der ARD von 20:56 Uhr kommt die SPD im Bundesland auf 37,1 %, die CDU folgt mit 33,7 %. Die Grünen erreichen 8,9 %, die FDP 7,3 % und die AfD 6,1 %. Die Linke scheitert an der 5-Prozent-Hürde und erreicht derzeit 4,6 %.

Mit Hilfe der Webseite des „Spiegel“ lassen sich die Wahlergebnisse einzelner Wahlkreise gut verfolgen.

20:11 Uhr: Hochrechnung des ZDF

Damit fehlt an einer Mehrheit von Rot-Grün derzeit ein Sitz im Landtag.

Die SPD erreicht zur Zeit 55 Sitze, die Grünen 12. Die FDP gewinnt 10 Sitze, CDU 50 und die AfD 8. Es gibt insgesamt 135 Sitze, bei 67 Sitzen ist eine Mehrheit erreicht.

20:20 Uhr: Cloppenburg und Leer/Borkum

Zweitstimmen: In Cloppenburg siegt die CDU mit 57,4 % der Stimmen. Die SPD gewinnt 21,5 % der Stimmen, die FDP 6,9 %. Danach folgen die Grünen mit 5,2 % und die AfD mit 5,1%. Die Linke erreicht 2,7 %.

In Leer / Borkum erreicht in den Zweitstimmen die SPD 48,7 % und die CDU 28,5 %. Die AfD liegt mit 6,2 % auf dem dritten Platz. Die Grünen folgen mit 5,9 %, die FDP mit 5,1 % und die Linke mit 3,6 %.

Quelle: „Spiegel“

20:10 Uhr: In Osnabrück gewinnt die CDU mit 41,79 %

In Osnabrück siegt die CDU mit 41,79 Prozent, die SPD liegt bei 32,3 Prozent.

Partei Zweitstimmen Prozent
CDU 77498 41,79%
SPD 59867 32,28%
GRÜNE 15450 8,33%
FDP 14686 7,92%
DIE LINKE. 6764 3,65%
AfD Niedersachsen 8021 4,33%
BGE 203 0,11%
DM 169 0,09%
FREIE WÄHLER 373 0,20%
LKR Niedersachsen 21 0,01%
ÖDP 145 0,08%
Die PARTEI 760 0,41%
Tierschutzpartei 1021 0,55%
PIRATEN 341 0,18%
V-Partei³ 129 0,07%
Stand: 15.10.2017 19:57:34

19:34 Uhr: Aktuelle Hochrechnung SPD mit 37,7 %

Nach der letzten Wahlprognose könnte es sogar für eine Rot-Grüne Koalition reichen. Infratest Dimap bringt in der Hochrechnung um 19:25 Uhr folgende Werte:

CDU 33,7 %, die SPD 37,7 %, Grüne 8,8, Prozent, die FDP 7,2 %, Linke 4,6 % und die AfD 6,0 Prozent.

19:25 Uhr: Martin Schulz ist hochzufrieden

SPD-Chef Martin Schulz hat sich hochzufrieden mit dem Wahlerfolg der Sozialdemokraten in Niedersachsen gezeigt. „Das ist ein großartiger Sieg“, sagte Schulz am Sonntagabend in Berlin. „Die SPD ist der ganz klare Wahlsieger heute Abend.“

Schulz pries insbesondere die Aufholjagd der niedersächsischen SPD, die in den Umfragen noch vor wenigen Wochen hinter der CDU gelegen hatte. Schulz lobte Spitzenkandidat Stephan Weil: „Was Du in den letzten Wochen geleistet hast, ist einzigartig in der Wahlkampfgeschichte der Bundesrepublik“.

19:20 Uhr: Sieg der SPD geht auf hohes Ansehen von Stephan Weil zurück

Nach Ansicht der Forschungsgruppe Wahlen geht der Sieg der SPD auf das gute Ansehen von  Stephan Weil und auf Landesthemen zurück.

So habe dieser einen „sehr guten Imagewert“ von 2,0 auf einer Skala von minus 5 bis plus 5 erreicht, wie die Wahlforscher am Sonntagabend erläuterten.

67 Prozent der Befragten bescheinigen ihm eine gute Regierungsarbeit.

CDU-Herausforderer Bernd Althusmann kam demnach auf einen Imagewert von 0,8 und wurde damit so schwach bewertet wie kein CDU-Spitzenkandidat im Land zuvor. Beim wichtigen Thema Bildung und Schule lag die SPD (37 Prozent) vor der CDU (29 Prozent).

19:15 Uhr: Klarer Auftrag für die SPD

Stephan Weil wertete den Wahlausgang als „klaren Regierungsauftrag“ für die SPD. Die Sozialdemokraten, die in Umfragen lange hinter der CDU lagen, hätten im Wahlkampf eine „rasante Aufholjagd“ hingelegt. Die Regierungsbildung werde aber „möglicherweise nicht so ganz einfach“ werden, sagte der Ministerpräsident.

SPD-Chef Martin Schulz, der bei der Bundestagswahl nur 20,5 Prozent geholt hatte, nannte den Erfolg in Niedersachsen einen „großartigen Sieg“. Es ist das beste SPD-Ergebnis in dem Bundesland seit dem Wahlsieg Gerhard Schröders von 1998.

CDU-Spitzenkandidat Althusmann sagte mit Blick auf die Regierungsbildung, es komme jetzt darauf an, „klug zu überlegen, was wir mit dem Wahlergebnis machen“. Auch deutete er eine Bereitschaft zu einer Regierungsbeteiligung an: „Wir tragen auch politische Verantwortung für dieses Land und haben einen klaren Gestaltungsauftrag für Niedersachsen.“

19:10 Uhr. Die Linken sind enttäuscht

Spitzenpolitiker der Linken haben sich enttäuscht darüber geäußert, dass ihre Partei Hochrechnungen zufolge erneut den Einzug in den niedersächsischen Landtag verpassen dürfte. „Wir hätten mehr erwartet und wären enttäuscht, wenn wir nicht in den Landtag kommen“, sagte der Linken-Bundesvorsitzende Bernd Riexinger am Sonntagabend. Er wies aber auch darauf hin, dass für die Linke in Westdeutschland „der Trend nach oben“ gehe.

Auch die Kovorsitzende Katja Kipping sagte, sie habe auf einen Wert oberhalb der Fünf-Prozent-Hürde gehofft. „Ein Einzug wäre nicht nur für uns gut, sondern auch für das Land Niedersachsen wichtig gewesen“, sagte Kipping weiter. Die Linke müsse jetzt darüber diskutieren, „wie wir unsere Themen stark machen können“.

Die Linkspartei holte bei der Landtagswahl Hochrechnungen zufolge 4,5 bis 4,6 Prozent der Stimmen. Stärkste Kraft wurde demnach die SPD mit mehr als 37 Prozent. Bei der Wahl 2013 hatte die Linke nur 3,1 Prozent der Stimmen erhalten.

19:05 Uhr: Neue Hochrechnung: SPD, CDU, Grüne und Linke verlieren leicht, FDP und AfD legen leicht zu

Hochrechnung 19:00 Uhr der Forschungsgruppe Wahlen: SPD 37,1% – CDU 34,4% – Grüne 8,5% – FDP 7,2% – AfD 6% – Linke 4,5%

19:00 Uhr: Die FDP schließt eine Koalition mit der SPD aus

Die SPD will mit allen Parteien außer der AfD Gespräche führen, kündigte Stephan Weil an.

Dazu erklärt FDP-Spitzenkandidat Stefan Birkner: „Wir sehen keine Möglichkeit, unsere Themen in einer Ampel umzusetzen. Für eine Ampel werden wir als Freie Demokraten nicht zur Verfügung stehen.“

Christian Lindner, Partei-Chef der Bundes-FDP, sagte, die Liberalen hätten sich „ein stärkeres Ergebnis gewünscht“. Die FDP habe „nicht die Traktion gehabt, um die Argumente in Wählerstimmen umzumünzen.“

Simone Peter, Partei-Chefin der Bundes-Grünen, erklärt mit Blick auf die erste Hochrechnung: „Wir setzen nach wie vor darauf, dass wir Rot-Grün fortsetzen können. Das Wahlziel bleibt für uns bestehen.“

18:30 Uhr: Wahlprognose der ARD

CDU: 34,9 SPD: 37,3 Die Grünen: 8,5 FDP: 7,0 Die Linke: 4,8 AfD: 5,5

Quelle: https://twitter.com/quatschbeere/status/919600447152906240

18:25 Uhr: Wahlbeteiligung lag bei 63 %

Nach Angaben des Norddeutschen Rundfunks lag die Wahlbeteiligung bei 63 Prozent.

18:16 Uhr: Wahlprognose: SPD gewinnt mit 37,3 %, die CDU folgt mit 34,9 %

Hochrechnung von 18:16 Uhr CDU: 34,9 SPD: 37,3 Die Grünen: 8,5 FDP: 7,0 Die Linke: 4,8 AfD: 5,5

Auch über die Verteilung der Sitze wird bereits spekuliert. Denkbar wäre eine Große Koalition aus CDU und SPD. eine Koalition aus SPD und Grüne reicht nicht aus, aber auch so etwas wäre denkbar:

18:05 Uhr: Die AfD zieht in den 14. Landtag ein

Die von Ministerpräsident Stephan Weil geführte SPD ist bei der Landtagswahl in Niedersachsen als stärkste Kraft hervorgegangen. Nach ersten Hochrechnungen kam sie auf 37,5 Prozent.

Dahinter folgte laut einer ersten Prognose des Meinungsforschungsinstituts infratest-dimap die CDU mit 35 Prozent. Die AfD erhielt 5,5 Prozent der Stimmen und zog in den 14. Landtag ein.

18-Uhr-Prognose von Infratest und der Forschungsgruppe Wahlen

Laut 18-Uhr-Prognose von Infratest im Auftrag der ARD kommt die CDU auf 35,0 Prozent, die SPD auf 37,5 Prozent, die Grünen auf 8,5 Prozent, die FDP auf 7,0 Prozent, die Linken auf 4,8 Prozent, die AfD auf 5,5 Prozent, die Anderen auf 1,7 Prozent. Die Wahlbeteiligung soll bei 63 Prozent gelegen haben.

Das ZDF (Forschungsgruppe Wahlen) sieht die CDU bei 35,0 Prozent, die SPD bei 37,0 Prozent, die Grünen bei 8,0 Prozent, die FDP bei 7,5 Prozent, die Linken bei 4,5 Prozent, die AfD bei 5,5 Prozent, die Anderen bei 2,5 Prozent.

Bei der letzten Landtagswahl im Jahr 2013 war die CDU mit 36,0 Prozent stärkste Kraft geworden. SPD (32,6 Prozent) und Grüne (13,3 Prozent) konnten dennoch eine Regierungsmehrheit bilden, die FDP kam vor vier Jahren auf 9,9 Prozent.

18:02 Uhr: Erste Prognose der Forschungsgruppe Wahlen

SPD mit 37 % vor der CDU mit 35 %. Danach folgen die Grünen mit 8%, die FDP mit 7,5 %. Die AfD geht mit 5,5 % und die Linke mit 4,5 % in die erste Prognose.

18:00 Uhr: LIVESTREAM von N24

Die „Welt“ bietet hier einen Livestream zu beiden Wahlen.

Und das ZDF hier.

17:40 Uhr: Bis 18 Uhr kann noch gewählt werden

Er gibt bereits erste Tipps auf Twitter, was das Wahlergebnis in Niedersachsen angeht. Diese sind mit Vorsicht zu betrachten.

Mein Tip: CDU 33,5% SPD 35,2% Grüne 9,6% FDP 9,2% Die Linke 5,3% AFD 8,6%

Während die ersten Meldungen der Wahl in Österreich ankommen kann in Niedersachsen noch bis 18 Uhr gewählt werden. Bei twitter können die Ergebnisse verfolgt werden unter oder

Der #nrw17 ist ein Links zur Nationaratswahl Österreich und hat nichts mit Nordrhein-Westfalen zu tun.

15:10 Uhr: Die Wähler entscheiden indirekt auch über eine Jamaika-Koalition

Die Wähler entscheiden indirekt auch über eine Jamaika-Koalition, stellt ein Youtube-Video zur heutigen Wahl fest. So könnte die CDU nur mit Bernd Althusmann eine Koalition aus FDP und Grünen bilden.

Jedoch stört dabei, dass ausgerechnet eine Grünen-Abgeordnete zur CDU wechselte und die Neuwahlen nötig machte. Das Verhältnis der beiden Parteien ist angespannt.

Weiterhin stehe auch die Zukunft von Martin Schulz auf dem Spiel: Gewinnt die SPD wäre seine Wiederwahl auf dem SPD-Parteitag wohl gesichert.

14:40 Uhr: Kopf-an-Kopf-Rennen bei der Landtagswahl

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hofft auf eine hohe Wahlbeteiligung. „Ich bitte alle Wählerinnen und Wähler in Niedersachsen herzlich, sich an der Landtagswahl zu beteiligen“, sagte Weil bei der Stimmabgabe in Hannover.

„Die Demokratie in unserem Land braucht aktive Bürgerinnen und Bürger.“ Umfragen sagen ein enges Rennen zwischen Weil und dem CDU-Spitzenkandidaten Bernd Althusmann voraus.

13:20 Uhr: Bisher haben 26,9 Prozent gewählt

Bis 12:30 Uhr haben bei der Landtagswahl in Niedersachsen rund 26,9 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme in einem Wahllokal abgegeben. Das teilte die niedersächsische Landeswahlleiterin am Sonntagmittag mit.

Der Zwischenstand der Wahlbeteiligung bis 12:30 Uhr wurde auf Grundlage der Wahlbeteiligung in ausgewählten Wahlbezirken ermittelt.

Bei der letzten Landtagswahl am 20. Januar 2013 hatten bis zu diesem Zeitpunkt rund 23 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, am Ende lag die Wahlbeteiligung bei 59,4 Prozent.

10:55 Uhr: Wahlbeteiligung am Morgen höher als 2013

Die vorgezogene Landtagswahl in Niedersachsen hat mit einem höheren Wählerandrang begonnen als die vor knapp fünf Jahren.

Am Vormittag lag die Beteiligung bei 8,21 Prozent – bei der Wahl 2013 hatten zum selben Zeitpunkt 5,37 Prozent der Berechtigten ihre Stimme abgegeben.

8:00 Uhr: Wahllokale in Niedersachsen haben geöffnet

In Niedersachsen haben seit 8.00 Uhr die Wahllokale geöffnet. Knapp 6,1 Millionen Menschen sind aufgerufen, einen neuen Landtag zu wählen.

Letzte Umfragen lassen ein Kopf-an-Kopf-Rennen erwarten zwischen der SPD von Ministerpräsident Stephan Weil und der CDU, die mit dem früheren Kultusminister Bernd Althusmann als Spitzenkandidat ins Rennen geht. Die Landtagswahl war ursprünglich für Anfang 2018 geplant.

+++ 15.10.2017 +++

Morgen findet die Landtagswahl in Niedersachsen statt. Knapp 6,1 Millionen Niedersachsen sind zur Wahl aufgerufen, es treten landesweit 15 Parteien und zehn Einzelbewerber an, 210 Kandidaten bewerben sich insgesamt um die 137 Sitze im niedersächsischen Parlament.

SPD-Ministerpräsident Stephan Weil absolvierte in Hildesheim seinen letzten Wahlkampfauftritt, unterstützt von SPD-Chef Martin Schulz.

Stephan Weil bekräftigte, dass er weiterhin mit den Grünen die Regierung im Bundesland stellen möchte. Denn:

Wir haben in den vergangenen Jahren eine erfolgreiche Regierungsarbeit gemacht“, sagte Weil am Donnerstag im Norddeutschen Rundfunk.

Niedersachsen habe „gute Jahre hinter sich“. Rot-Grün regiert seit 2013 in Hannover, für eine Neuauflage der Koalition dürfte es nach aktuellen Umfragen (siehe unten) allerdings nicht reichen.

Möglich wären demnach eine große Koalition aus SPD und CDU sowie Dreierkonstellationen wie ein Jamaika-Bündnis aus CDU, Grünen und FDP sowie eine Ampelkoalition aus SPD, FDP und Grünen. Eine Zusammenarbeit mit der CDU schloss Weil derweil erneut nicht aus. „Ich gebe hier keine förmliche Ausschlusserklärung ab, aber ich halte das für ziemlich unwahrscheinlich“, sagte der SPD-Politiker.

CDU-Wahlkampf geht zu Ende

Auch bei der Union ging der Wahlkampf zu Ende. Spitzenkandidat Bernd Althusmann stärkte an CDU-Ständen in seinem Wahlkreis seinen Wahlkämpfern den Rücken.

Althusmann lobte auch den grünen Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg und den grünen Vize-Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein. „Wir haben leider keinen Winfried Kretschmann, wir haben auch keinen Robert Habeck hier in Niedersachsen“, sagte er am Freitag dem Fernsehsender Phoenix.

„Die Grünen hier sind sehr, sehr weit nach links gerutscht“, so der CDU-Spitzenkandidat. Die Situation sei in dem Bundesland deswegen ganz anders als auf Bundesebene. Ein Jamaika-Bündnis könne er sich deswegen nicht vorstellen.

Vorzeitige Wahl wegen Wechsel der Grünen-Abgeordneten Twesten

Niedersachsen wählt am Sonntag vorzeitig einen neuen Landtag. Der ursprünglich für Januar geplante Urnengang wurde vorgezogen, weil Rot-Grün durch den Wechsel der Grünen-Abgeordneten Elke Twesten zur CDU im August überraschend die Mehrheit im Landtag verloren hatte.

In den Umfragen lagen die SPD um Ministerpräsident Stephan Weil und die CDU mit Spitzenkandidat Bernd Althusmann zuletzt etwa gleichauf bei 32 bis 34 Prozent. Die Grünen kamen auf etwa acht bis zehn Prozent, die FDP auch. Die AfD erreichte sieben bis acht Prozent. Die Linke pendelte um fünf Prozent.

Bei der vorherigen Wahl von 2013 war die CDU mit 36 Prozent stärkste Kraft geworden, die SPD hatte 32,6 Prozent erreicht. Die Grünen kamen damals auf 13,6 Prozent, die FDP auf 9,9 Prozent. Die Linke verpasste den Einzug in den Landtag mit 3,1 Prozent. Die AfD war damals noch nicht angetreten.

(ks mit Material von dpa, dts und afp)

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