Weißes Pulver in mehreren Gerichtsgebäuden aufgetaucht

Mitarbeiter in Poststellen rieselt verdächtiges weißes Pulver entgegen. Feuerwehrleute rücken mit speziellen Schutzanzügen aus. Die Hintergründe sind noch unklar.

In mehreren Bundesländern ist verdächtiges weißes Pulver in Gerichtsgebäuden aufgetaucht. Bis Mittwochmittag wurden Fälle aus Gera in Thüringen, Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern und Coburg in Bayern bekannt. Überall dort rückten Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr aus.

Ob die drei Fälle zusammenhängen, war noch offen. Das Bundeskriminalamt (BKA) habe keine Informationen, sagte eine Sprecherin in Wiesbaden. Das Pulver wurde am Mittwoch jeweils in den Poststellen der Justizgebäude entdeckt.

In Gera wurden zwei Mitarbeiter ins Krankenhaus gebracht. Sie waren mit einem Brief mit dem Pulver direkt in Kontakt gekommen. Der Polizei zufolge blieben sie augenscheinlich unverletzt. Ein Gebäude, in dem mehrere Gerichtsverhandlungen anberaumt waren, wurde gesperrt.

In speziellen Schutzanzügen sei es Spezialisten der Feuerwehr gelungen, die noch unbekannte Substanz in einem Sicherheitsbehälter zu verwahren, hieß es. Er wurde zur Untersuchung in ein Labor ins thüringische Bad Langensalza gebracht. Ein Ergebnis werde frühestens am Nachmittag erwartet, sagte die Sprecherin des Landgerichts Gera, Kerstin Böttcher-Grewe. So lange werde das Gebäude gesperrt bleiben müssen. Radioaktivität habe bereits ausgeschlossen werden können.

In Ludwigslust wurde das Amtsgericht gesperrt. Niemand komme hinein oder heraus, sagte ein Polizeisprecher. Die Poststelle sei evakuiert worden. Beide Mitarbeiter der Poststelle seien augenscheinlich unversehrt. Einem der beiden sei am Vormittag beim Öffnen eines gewöhnlichen Postbriefes ein weißes Pulver entgegengerieselt.

Auch in Coburg liefen die Untersuchungen noch. Hier war das Pulver einem Polizeisprecher zufolge ebenfalls in der Poststelle des Gerichtsgebäudes aufgetaucht. Weitere Details zu dem Vorfall gab die Polizei zunächst nicht bekannt. (dpa)

Kommentieren
Werte Leserinnen und Leser!
Konstruktive Kommentare sind für uns alle ein Gewinn.
Es gab schon viele Zuschriften, von denen wir sehr profitiert haben und dafür möchten wir Ihnen danken. Wir freuen uns, wenn Sie mit uns gemeinsam die Kommentarfunktion schätzen und sich mit allzu rabiaten Äußerungen zurückhalten. Als Medium können wir die Nachrichtenlage nicht ändern. Aber wir können gemeinsam einen kühlen Kopf bewahren.