Weitere Zulassung für Glyphosat? – Kanzlerin Merkel ist für umstrittenes Unkrautgift

Glyphosat steht im Verdacht, Krebs zu erregen. Aussagen von Betroffenen zeigen, dass die Pestizide krank machen. Doch die EU will das Unkrautgift von Monsanto weiter zulassen. Auch die Kanzlerin ist dafür.

Der zuständige EU-Ausschuss berät in Brüssel abermals über eine weitere Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat. Ob abgestimmt wird oder ein Votum erneut verschoben wird, war zunächst offen.

Die bisherige Lizenz läuft Mitte Dezember aus. Die EU-Kommission wollte ursprünglich eine Verlängerung der Lizenz um zehn Jahre. Weil sich dafür keine Mehrheit abzeichnete, hatte die Brüsseler Behörde davon aber Abstand genommen und zuletzt eine Verlängerung um fünf Jahre vorgeschlagen.

Siehe: „Allestöter“ Glyphosat: „Die Pestizide haben mich krank gemacht! – Was hier passiert, ist ein stiller Völkermord“

Das Herbizid gilt als sehr wirksam und wird massenhaft eingesetzt, steht aber im Verdacht, Krebs zu erregen. In dem Ausschuss sitzen Experten der 28 EU-Länder. Kommt keine Mehrheit zustande, könnte die Kommission entscheiden oder ein Vermittlungsverfahren starten. Die deutsche Position blieb zuletzt offen, weil die nur noch amtierende Bundesregierung uneins war. Möglicherweise enthält sie sich.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ist für Glyphosat, will aber Rücksicht auf die laufenden Sondierungen für eine Jamaika-Koalition nehmen – die Grünen sind gegen eine weitere Verwendung. (dpa/so)

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