Woltwiesche: Junge Gewalttäter treten zwei Passanten brutal zusammen – Ermittlungen zu versuchtem Tötungsdelikt laufen

Von 5. December 2017 Aktualisiert: 5. Dezember 2017 15:44
Als zwei Männer nachts auf vier junge Schläger treffen, endet dies so übel, dass die Behörden in Richtung eines versuchten Tötungsdeliktes ermitteln. Eines der Opfer schwebt in Lebensgefahr.

Samstag, 2. Dezember 2017, in Woltwiesche, 22 Kilometer südwestlich von Braunschweig: In den frühen Morgenstunden kommt es in dem Ortsteil von Lengede zu einem versuchten Tötungsdelikt.

Gegen 3.45 Uhr wurden Einsatzkräfte der Polizei in den Fuhseblick gerufen, um sich einer verletzten Person anzunehmen.

Bereits bei der Anfahrt konnte im Nahbereich der ersten verletzten Person eine weitere am Boden liegende schwer verletzte Person festgestellt werden.“

(Polizeibericht)

Wie sich später herausstellte, trafen die beiden Opfer im Alter von 29 und 39 Jahren zufällig auf insgesamt vier junge Täter im Alter zwischen 17 und 21 Jahren, die sie „aus einem offensichtlich nichtigen Anlass“ zusammengeschlagen hatten.

Obwohl die beiden Attackierten während des Angriffs bereits zu Boden gingen, „sollen die Beschuldigten weiter auf die am Boden liegenden Männer massiv, insbesondere in den Bereich des Kopfes, eingetreten und auf einen der Geschädigten mit einer Flasche eingeschlagen haben“.

Anschließend flüchteten die jungen Gewalttäter vom Tatort. Sie wurden im Rahmen der eingeleiteten Ermittlungen gestellt und festgenommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hildesheim wurden sie am Montag dem Haftrichter vorgeführt, der sofortige Untersuchungshaft anordnete.

Der eine Verletzte erlitt eine Vielzahl von Frakturen im Kopfbereich, der zweite Geschädigte trug mehrere Schnittverletzungen im Kopfbereich davon.“

(Matthias Pintak, Polizeisprecher)

Die Ermittlungen auf Verdacht eines gemeinschaftlichen versuchten Tötungsdeliktes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung sowie gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung laufen.

Wie die „Peiner Allgemeine Zeitung“ berichtet, soll sich eines der Opfer (39) in Lebensgefahr befinden, wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag bestätigte.

Die vier Täter hatten zuvor in der Nähe gefeiert. „Ein Gast dieser Feier benannte die mutmaßlichen Täter namentlich“, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft dem Blatt.

Während sich einer der Schläger zu den Vorwürfen äußerte, sie weitgehend einräumte, so die Sprecherin, schweigen seine drei Mittäter bisher.

Der Grund für den Übergriff konnte noch nicht ermittelt werden.

Schlagworte
Themen
Panorama
Newsticker