Zwickau: Messerangriff im Flüchtlingsheim – Tunesier geht auf Mitbewohner los – Vermehrt Messerangriffe von Migranten untereinander

Am Dienstagabend griff ein junger tunesischer Asylbewerber (23) im sächsischen Zwickau seine Mitbewohner mit einem Messer an. Er konnte überwältigt werden. Bei ihm wurde ein Tage zuvor geraubtes Handy einer Rentnerin aufgefunden. Am selben Abend gab es eine weitere Auseinandersetzung mit einem Messer im benachbarten Glauchau. Die Vorkommnisse fanden am gleichen Abend statt, als 500 Menschen in Bautzen mit einer von der lokalen SPD initiierten Lichterkette gegen Fremdenfeindlichkeit demonstrierten. Weitere Messer-Attacken fanden im Abstand weniger Tage zuvor in Zwickau und im thüringischen Neustadt an der Orla statt. Oft war Alkohol im Spiel.

Es war gegen 23.25 Uhr, als der Tunesier zunächst mit anderen Asylbewerbern in seiner Unterkunft in der Kopernikusstraße in Zwickau in Streit geriet. Im Verlauf des Streits ging der Mann dann mit einem Messer auf seine Mitbewohner los.

Trotz sofortigem Eingreifen des Sicherheitsdienstes, der den stark alkoholisierten und äußerst aggressiven Asylbewerber bändigte, wurde ein Mitbewohner im Gerangel an der Hand verletzt.

Beute aus Raub sichergestellt

Die Polizei nahm den Tunesier in Gewahrsam. Bei der anschließenden Personendurchsuchung wurde ein Handy gefunden, welches aus einem Raub auf der Crimmitschauer Straße am 16. September stammte. Dort wurde es einer 66-jährigen Rentnerin nach kurzem Wortwechsel und Handgemenge entrissen, berichtete die „MOPO24“.

Messerangriff auch in Glauchau

Am selben Abend gab es im rund 15 Kilometer entfernten Glauchau ebenfalls einen Streit mit einem Messer. In der Rudolf Breitscheid-Straße gingen zwei Iraker aufeinander los. Dabei bedrohte ein 35-jähriger Mann seinen Landsmann (25) mit einem Messer, beschädigte dessen Zimmertür und einen Feuerlöscher. Verletzt wurde niemand. Es entstand Sachschaden von rund 150 Euro.

Lichterkette in Bautzen – gegen Fremdenfeindlichkeit

Ebenfalls Dienstagabend fand am anderen Ende in Sachsen, in Bautzen, eine Lichterkette für ein friedliches Miteinander statt, wie die „Sächsische Zeitung“ schrieb. Nach den Auseinandersetzungen zwischen einheimischen Jugendlichen und jungen Asylbewerbern in der Stadt am 15. September rief die SPD mit Unterstützung von „zahlreichen Parteien, Vereinen, Kirchen, Gewerkschaften und Verbänden“ dazu auf, zu zeigen, dass in Bautzen Konflikte auf friedliche Art und Weise und im Dialog gelöst werden.

Der um 19 Uhr beginnenden Menschenkette schlossen sich rund 500 Menschen an, die, von der Flüchtlingsunterkunft in der Dresdener Straße bis zum Kornmarkt stehend, Kerzen in den Händen hielten.

Sicherheitsdienst flüchtete in Zwickau

Dialog ist eine gute Sache, wenn er denn zustande kommt: Vor gut einer Woche kam es in der Unterkunft in der Kopernikusstraße in Zwickau ebenfalls zu einer heftigen Auseinandersetzung – diesmal zwischen den Bewohnern und dem Sicherheitsdienst.

Zunächst hätten sich in der Nacht auf Dienstag, den 13. September, drei Personen gestritten. Wie die Polizei später ermittelte, versuchte der Sicherheitsdienst gleich zu Anfang einzugreifen, um den Streit zu schlichten. Schnell gerieten die Securitys selber ins Ziel der Angreifer, wie die „MOPO24“ am nächsten Morgen berichtete.

Der Wachschutz sah sich genötigt, sich ins Wachhaus zurückzuziehen. Zwei der Asylbewerber folgten ihnen dabei und warfen Fahrräder gegen die Scheiben der Wachstation. Ein weiterer Migrant sprühte mit einem Feuerlöscher herum und warf diesen dann durch eine Glastür.

Bei dem Tumult verletzte sich noch eine Person selbst durch mehrere Schnittwunden. Diese musste ins Krankenhaus gebracht werden. Beim Eintreffen der Polizei hatten sich um die 40 Bewohner vor dem Gebäude versammelt.

Messerstecherei unter Asylbewerbern

Nur wenige Tage zuvor in Neustadt an der Orla, Thüringen: Zwei junge Afghanen (20, 25) verprügelten einen libyschen Mitbewohner (24) und stachen dann mit einem Messer auf den Mann ein. Dabei erlitt der Libyer mehrere Stichverletzungen im Bauch. Er alarmierte selbst die Polizei, welche die beiden stark alkoholisierten Afghanen festnahmen. Bei der Alkoholprobe wurden jeweils zwei Promille Alkohol festgestellt.