450 Dollar: NGOs bezahlen für Zuwanderer, die sich eine Überfahrt nach Europa nicht leisten können

"Gut gemeint, aber töricht": NGOs bezahlen für Migranten, die sich eine Überfahrt nach Europa nicht leisten können. Ein Oberstleutnant der libyschen Küstenwache hat nun anscheinend Beweise für die Absprachen.
Wie die britische „dailymail“ berichtet, bezahlen NGOs Schlepper, damit diese Migranten zu ihren Schiffen bringen.

So sagte der Oberstleutnant der libyschen Küstenwache, Tarek Shanboor, „er habe Bankdaten und Telefonmitschnitte, die das beweisen und ebenfalls zeigen, dass die NGOs auch Geld für Migranten aufbringen, die sich die teure Überfahrt nach Europa selbst nicht leisten können“.

„Die NGOs verstärken die Krise durch dieses Verhalten. Wir können jetzt beweisen, dass sie mit den Schmugglern unter einer Decke stecken. Die Schmuggler rufen die Hilfsorganisationen direkt an und es gibt auch direkte Geschäftsbeziehungen zwischen ihnen.“

Und weiter: „Sie zahlen bis zu 450 Dollar pro Migrant an die kriminellen Gangs. Das alles mag gut gemeint sein, ist aber töricht und führt nur dazu, dass sich immer mehr auf den Weg machen“, so Shanboor.

Italiens Staatsanwaltschaft besitzt ebenfalls Beweise für den Handel

Wohltätigkeitsorganisationen, die vor Libyen unterwegs sind, behaupten, sie würden nur dort herumschippern, um eventuelle Flüchtlinge zu retten. Die Rettung ermuntert jedoch Schlepper und Zuwanderer, sich ebenfalls auf den Weg zu machen.

Auch ein italienischer Staatsanwalt verfügt nach eigenen Angaben über Beweise, wonach mehrere Hilfsorganisationen bei der Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer mit libyschen Schleppern zusammenarbeiten.

Frontex, die Europäische Agentur für die Grenz- und Küstenwache, hatte bereits im vergangenen Dezember ähnliche Vorwürfe wie der italienische Staatsanwalt erhoben und von einer Art Taxi-Dienst zwischen Libyen und Italien gesprochen.

Frontex-Chef Fabrice Leggeri verwies im Februar darauf, dass zwei Fünftel der Hilfseinsätze im  Mittelmeer von Privatinitiativen stammten. Die Hilfsorganisationen weisen die Vorwürfe kategorisch zurück und sprechen von einer Kampagne gegen sie. (ks)

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