Italienische Behörden decken großangelegten Handel mit Sondermüll auf

Bis zu 46 Millionen Euro im Jahr – so viel Umsatz machte ein Unternehmerring in Italien mit Sondermüll. Die Müllladungen enthielten kontaminierte Metalle, wurden aber wie behandelte und sofort verwendbare Rohstoffe verkauft.

Die italienischen Behörden haben einen landesweiten Unternehmerring zerschlagen, der im großen Stil Sondermüll ins Ausland verkauft hat. Die Küstenwache habe sieben Menschen verhaftet und Millionen von Euro beschlagnahmt, die durch den An- und Verkauf von Industrieabfällen erwirtschaftet worden seien, teilten die Behörden am Mittwoch mit.

Demnach wurden ganze Containerladungen illegalen Sondermülls über die Hafenstädte Civitavecchia, Livorno, La Spezia und Genua verschifft. Erzielt wurden damit Jahresumsätze von bis zu 46 Millionen Euro.

Die Verantwortlichen verschifften hauptsächlich mit PCB kontaminierte Metalle – polychlorierte Biphenyle sind giftig und potenziell krebserregend. Mithilfe von gefälschten Bescheinigungen verkaufte der Unternehmerring den Müll wie behandelte und sofort verwendbare Rohstoffe weiter. Abnehmer für die giftigen Abfälle fand er in China, Indonesien und Pakistan. (afp)