London: Bullterrier tötete drogenabhängigen Besitzer vor BBC-Reportageteam – Hund hatte zuvor Drogen gefressen

Ein Fall in London zeigt einmal mehr, wie gefährlich Drogen sind, auch für Tiere.

Ein Kamera-Team der BBC wurde für Dreharbeiten zu einer Drogen-Doku  in die Wohnung eines Londoner Drogensüchtigen eingeladen.

Noch bevor die eigentlichen Dreharbeiten begannen, griff der Staffordshire Bullterrier des Mannes (41) sein Herrchen vor den Augen der entsetzten BBC-Leute an und verbiss sich in seinem Kehlkopf. Dabei verlor der Mann viel Blut und verstarb, wie die „Berliner Zeitung“ an den Fall vom März erinnert.

Drogen gefressen

Nun ergab eine gerichtliche Untersuchung, die das aggressive Verhalten des Tieres auf die Droge Crack zurückführte.

Ein Tiertoxikologe schränkte zwar ein, dass man nicht genau sagen könne, ob die Droge das Verhalten ausgelöst hatte, doch diese führe auf jeden Fall zu abnormalem Verhalten, so der Experte in der „Daily Mail“.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass dieser Hund Drogen konsumiert hat, vermutlich gefressen.“

(Nicholas Carmichael, Tiertoxikologe)

Es seien zwei Blutanalysen gemacht worden, wobei keinerlei Giftstoffe gefunden wurden, allerdings wurden in einer Urinprobe des Tieres Kokainabbauprodukte und auch Opiate festgestellt.

Der Auslöser

Da sich der Hund durch die vermutlich gefressenen Drogen bereits in einem gefährlichen Zustand befand, „sie werden sehr erregt und aufgewühlt“, so Carmichael, brauchte es nur noch einen Auslöser.

Dies erfolgte dann durch einen Krampfanfall des Drogenabhängigen, der noch vor dem Besuch der BBC-Crew Drogen konsumiert hatte.

Wahrscheinlich hatte er einen epileptischen Schock, was den Hund dazu veranlasste, ihm ins Gesicht zu beißen, bevor er in seinen Hals biss.“

(Andrew Walker, Gerichtsmediziner)

Obwohl das Film-Team sofort einen Notarzt alarmierte und auch erfolgreich Hund und Herrchen trennen konnte, verstarb der Mann kurz darauf im Krankenhaus.

Der Hund soll laut Polizei eingeschläfert werden.

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