Schwedisches Asylheim: Flüchtlingshelferin (22) in Mölndal erstochen

Der minderjährige alleinreisende Flüchtling tötete die junge Frau mit einer Stichwaffe. Nach der Tat wurde der Täter festgenommen. Die Frau verstarb im Krankenhaus an ihren Verletzungen. Der Vorfall geschah in einem Flüchtlingsheim in Mölndal bei Göteborg, wie die Polizei heute mitteilte.

Zwei Personen hielten den Jugendlichen bis zum Eintreffen der Polizei fest, so deren Sprecher Thomas Fuxborg. 

Bisher machte die schwedische Polizei keine weiteren Angaben über die Identität des Asylbewerbers.

In dem privat geführten Asylheim waren 14- bis 17-jährige junge Migranten untergebracht, die ohne Begleitung im Land sind. Sie wurden mit psychologischer Betreuung in ein anderes Quartier gebracht, meldete die Stadt Mölndal.

Hohe Flüchtlingsquote in Schweden

Schwedens Polizeichef Dan Eliasson sagte, dass es in den Asylbewerberheimen im Land zahlreiche "Verstöße gegen die öffentliche Ordnung" gebe, wie der österreichische Standard meldet. Hierbei würden in manchen Orten "beträchtliche Ressourcen der Polizei gebunden".

2015 nahm Schweden 163.000 Asylbewerber auf, was in Europa mit zu den höchsten Quoten, an der Einwohnerzahl gemessen, gehört. In Schweden leben 9,8 Millionen Menschen. Aufgrund der Überforderung des Landes wurden im November wieder Grenzkontrollen eingeführt. (sm)

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